Der Rechner summiert alle Schichten von der Rohdecke bis zur Oberkante des fertigen Fußbodens und vergleicht sie mit der verfügbaren Höhe. Dämmschichten zählen mit ihrer Dicke unter Last.
Ergebnis
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Grundlagen
Die Höhe zwischen Rohdecke und fertigem Fußboden ist in Neubau und Sanierung oft der Engpass. Türen, Treppen, Anschlüsse an Nachbarräume, bodengleiche Duschen und Balkonaustritte geben die Oberkante vor. Dazwischen müssen Dämmung, Estrich und Belag Platz finden – mit ihrer Mindestdicke und unter Berücksichtigung der Toleranzen des Rohbaus.
Die Mindestdicken schwimmender Estriche stehen in DIN 18560-2, die zulässigen Ebenheits- und Höhenabweichungen der Rohdecke in DIN 18202 (beide bei DIN Media). Mit dem Nenndicken-Rechner und dem Rechner für Ebenheitstoleranzen lassen sich beide Werte ermitteln.
So rechnet der Rechner
- Alle Schichten werden addiert. Bei Dämmschichten zieht der Rechner die Zusammendrückbarkeit c von der Lieferdicke ab – unter Last ist die Dämmung dünner.
- Die Mehrdicke berücksichtigt Unebenheiten der Rohdecke. Sie geht in die Aufbauhöhe ein, weil der Estrich an den Tiefpunkten dicker wird.
- Der Vergleich mit der verfügbaren Höhe zeigt die Reserve. Unter 5 mm gilt der Aufbau als knapp.
Was tun, wenn die Höhe nicht reicht?
Nicht beim Estrich sparen
Die Mindest-Nenndicke des Estrichs ist keine Verhandlungsmasse. Ein zu dünner schwimmender Estrich bricht unter Last. Bei Heizestrich der Bauart A kommt der Rohrdurchmesser hinzu, die Rohrüberdeckung darf nicht unterschritten werden.
Dämmung und Systeme prüfen
Spielraum gibt es meist bei der Dämmung: Hochleistungsdämmstoffe erreichen denselben Wärmeschutz mit geringerer Dicke. Bei Fußbodenheizung bieten Systeme mit Rohren in der Dämmschicht (Bauart B) oder Trockenestrichsysteme niedrige Aufbauhöhen. In der Sanierung kommen Dünnestriche und Gussasphalt mit geringen Aufbauhöhen in Frage – als Sonderkonstruktion mit Herstellernachweis.
Höhenaufmaß vor der Planung
Rohdecken weichen häufig um mehrere Millimeter, teils Zentimeter von der Sollhöhe ab. Ein Höhenaufmaß mit Nivelliergerät oder Laser vor der Planung zeigt, wo es eng wird. Es ist auch die Grundlage für die Bestellmenge im Estrichmengen-Rechner.
Häufige Fragen zum Fußbodenaufbau
Was bedeutet die Angabe „CP2“ auf der Dämmung?
Die Zusammendrückbarkeit c der Trittschalldämmung in Millimetern, hier 2 mm. Unter Belastung durch Estrich und Nutzlast wird die Dämmung um diesen Betrag dünner. Für die Aufbauhöhe zählt die Dicke unter Last.
Zählt die Folie oder Trennlage mit?
Folien sind so dünn, dass sie die Höhe praktisch nicht beeinflussen. Trennlagen aus Pappe oder Vlies und Abdichtungen können einige Millimeter ausmachen und gehören in die Liste.
Was ist mit dem Höhenunterschied zu Nachbarräumen?
Unterschiedliche Beläge in angrenzenden Räumen sollten über den Aufbau auf dieselbe Oberkante gebracht werden. Sonst entstehen Stolperkanten, die Übergangsprofile nur begrenzt ausgleichen.
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