Was ist wichtig, wenn es um Bodenbeläge für das Objekt geht? Sind es Belastbarkeit und Pflegeleichtigkeit? Geht es vor allem um Schnelligkeit? Zählt die Nachhaltigkeit – oder ist es am Ende doch vor allem der Preis? Wir beleuchten Trends beim Boden im Objekt.

Ein Bodenbelag für das Objekt sieht aus einigen Metern Entfernung nicht anders aus als jeder andere. Dass er für eine höhere Belastung als im Privatbereich konzipiert ist, zeigt sich oft erst auf den zweiten Blick. Objekte sind gewerblich oder öffentlich genutzte Räume – die kleine Kanzlei des Kunden, der nur selten am Schreibtisch anzutreffen ist, ist ein Objekt, ungeachtet der überschaubaren Belastung für den Boden. Macht er am Wochenende zu Hause im privaten Wohnzimmer oft Party, kreuzen dort viele Gäste auf, die tanzen und schon einmal etwas verschütten, handelt es sich streng genommen nicht um ein Objekt. Der Bodenbelag dort sollte dennoch belastbar und am besten auch noch leicht zu reinigen sein. Aber das ist bei Weitem nicht die einzige Vorgabe.
Objekt ist nicht gleich Objekt
Je nach Einsatzbereich kann es wichtig sein, wie ein Boden die Belastung mit Stuhlrollen verkraftet. Zu klären ist auch, wie gut er Hitze verträgt und wie intensiv er genutzt wird. Nur temporär oder dauerhaft? Ist der Boden auf der Treppe verwendbar oder mit Fußbodenheizung? Ist er wasserfest, ist er antistatisch? Und wie sieht es mit der Schnittkantenfestigkeit aus? Zudem ist die Frage nach der Recyclingfähigkeit und Nachhaltigkeit des Bodens bei vielen Projekten heute grundlegend.
Was ein Boden leisten kann, ist festgelegt. So beinhalten zum Beispiel die Nutzungsklassen
- 21, 22 und 23 den privaten Bereich,
- 31, 32, 33 und 34 den gewerblichen Bereich und damit das Objekt,
- 41, 42 und 43 den industriellen Bereich,
jeweils gestaffelt von der leichten bis zur intensiven Nutzung. Eine Kategorisierung sorgt für Vergleichbarkeit und kann dabei helfen, Kosten und Zeit zu sparen.
Wer sich in gewerblich oder öffentlich genutzten Räumen umsieht, entdeckt dort alle möglichen Bodengattungen, zum Beispiel Holzbodenbeläge, Böden aus Vinyl und Kautschuk, textile Beläge, Böden aus Kork, Linoleum und einiges mehr; jeweils natürlich entsprechend ausgerüstet für eine Nutzung im Objekt.
Bodenbeläge im Objekt: Was ist entscheidend?
Worauf achten Kunden heute in erster Linie, wenn es um Bodenbeläge für das Objekt geht? Auf Dauerhaftigkeit, Optik, Belastbarkeit? Auf Authentizität, etwa bei Holz- oder Stein-Nachstellungen? Oder auf akustische oder haptische Eigenschaften? Sind Farb- und Design-Trends ausschlaggebend? Oder muss der Boden möglichst pflegeleicht sein? Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit des Bodenbelags? Ist die schnelle und möglichst umstandslose Verlegbarkeit zentral? Oder geht es am Ende doch am ehesten um den Preis?
Beat Ludin ist Geschäftsführer der Netzwerk Boden GmbH, einem Zusammenschluss von Objekt-Profis. Die Wahl des Bodenbelags, sagt er, hänge von verschiedenen Faktoren ab, die je nach den spezifischen Anforderungen und Prioritäten der Kunden variieren können: „Für stark frequentierte Bereiche wie gewerbliche Räume oder das Eingangsfoyer eines Wohngebäudes, ist die Dauerhaftigkeit des Bodenbelags entscheidend. Kunden suchen nach Materialien, die dem Verschleiß standhalten und eine lange Lebensdauer haben. In puncto Optik sind natürliche Materialien beliebt, die natürliche Oberflächen wie Holz oder Stein authentisch nachbilden, ohne dabei auf die Vorteile moderner Materialtechnologie zu verzichten.“
In Umgebungen, wo eine ruhige Atmosphäre erwünscht ist, könnten akustische Eigenschaften wichtig sein. Auch die Haptik, also wie der Boden sich anfühlt, spiele eine Rolle. Ludin: „Die einfache und schnelle Verlegbarkeit kann besonders bei Renovierungen oder in Mietobjekten ein wichtiger Faktor sein, um die Störung und die Kosten zu minimieren.“
Das wachsende Bewusstsein für Umweltfragen führe außerdem dazu, so Beat Ludin, dass immer mehr Kunden nachhaltige Materialien und Produkte bevorzugten. Natürlich sei der Preis am Ende ein entscheidender Faktor. „Idealerweise erfüllen Bodenbeläge heute alle Eigenschaften“, fasst Ludin die Liste zusammen.
Differenzieren nach Nutzung
Auch Hans-Jürgen Schmitz, Geschäftsführer bei der Bembé Parkett in Bad Mergentheim, differenziert bei Objekt-Belägen nach Nutzung:
- „Objekte von Privatinvestoren: Diese Kundengruppe sieht ihre Objekte oftmals auch als Kapitalanlage. Diese achten dann natürlich mehr auf Dauerhaftigkeit, zeitlose Optik, Nachhaltigkeit, Reparaturmöglichkeit. Hier liegt Holz immer noch deutlich im Trend. Aber auch hier ist die preisliche Sicht durch gestiegene Kosten etc. im Endeffekt mit ausschlaggebend.
- Objekte von Investoren zur Vermietung: Hier liegen die Hauptmerkmale auf der schnellen umstandslosen Verlegung zum Minimalpreis. Momentan ist derzeit eine Nachfrageerhöhung im Bereich Vinylboden. Zu beobachten, da diese natürlich einiges günstiger sind als Parkett. Hier sind Dauerhaftigkeit, Pflegeleichtigkeit, Belastbarkeit oft angesprochene Detailpunkte.
- Bauträger-/Investorenobjekte Eigentumswohnungen: In diesem Segment wird gerne mit Standardparketten geplant und in die Baubeschreibungen aufgenommen – zeitlos, Holz, preisgünstig. Hier suchen sich dann oftmals die Eigennutzer auch Alternativen nach Ihrem Geschmack aus und zahlen dafür entsprechende Aufpreise. Kapitalanleger in diesem Objektbereich, die dann vermieten, bleiben entweder bei dem beinhalteten Standard oder nehmen dann auch öfters Vinylböden.
- Öffentliche Objekte: Hier wird in Bereichen von Justiz-, Stadt-, Schulgebäuden und dergleichen oftmals mit Parkett (massiv) aufgrund der Überarbeitbarkeit, der extrem langen Lebensdauer, der Nachhaltigkeit etc. geplant, im Gesundheits- und Pflegebereich dagegen mehr mit elastischen Belägen.
- Hotels, Gaststätten, Läden: Hier hat sich seit Jahren der Designboden (Vinyl) etabliert und nach Kundenaussagen auch bisher sehr bewährt.“
Die Bodenbeläge aus Kautschuk von Nora Systems sind seit 1950 weltweit in Objekten im Einsatz. Für Bastian Heinzig, nora-Verkaufsleiter Westdeutschland, geht es bei der Auswahl des Bodenbelags im Objekt vor allem um die Art der Reinigung und die dadurch entstehenden Folgekosten: „Robuste Beläge wie Kautschukböden benötigen keine temporären Beschichtungen und können mit Unterhaltsreiniger einfach gereinigt werden. Beschichtungssanierungen sowie die damit verbundenen kostenintensiven Grundreinigungen entfallen, sodass nicht nur enorme Mengen hochalkalischer Reiniger und Beschichtungen eingespart, sondern auch Kosten deutlich reduziert werden können.“
Auch das Thema Sperr- oder Trocknungszeiten sei in Bereichen, die wie in Krankenhäusern oder der Industrie rund um die Uhr zugänglich sein müssen, wichtig. Die Langlebigkeit, so Heinzig, sei ein entscheidendes Produktmerkmal. „Die Objekte in unseren Kernmarktsegmenten Gesundheits- und Bildungswesen sowie Industrie zeichnen sich durch jahrzehntelange Nutzung aus – dementsprechend werden die Bodenbeläge in Schulen und Krankenhäusern in der Regel erst nach vielen Jahren ausgetauscht. Dadurch ergeben sich hohe Anforderungen an die Materialqualität.“
Funktionale Eigenschaften punkten bei Bodenbelägen im Objekt
Mirko Bachmann ist Interims-Marketingleiter D/A/CH bei Forbo Flooring Systems. Der Anbieter steht für Linoleum und Objekt-Vinyl-Beläge, Teppichfliesen und Vinylbodenbeläge. „Da Objekte meistens ausgeschrieben werden, ist entscheidend, dass neben der Optik auch die funktionalen Produkteigenschaften die Anforderungsprofile komplett erfüllen: Rutschsicherheit, Ableitwiderstand, Chemikalienbeständigkeit oder Trittschallminderung. Die Anforderungen sind sehr segmentspezifisch und abhängig von den Einsatzbereichen“, sagt Bachmann. Zunehmend würden Entscheidungen durch Ökobilanzen begünstigt. Forbo Flooring bietet für alle Produkte Umwelt-Produktdeklarationen (EPDs) und Lebenszyklusanalysen (LCAs). Bachmann: „Ebenso gefragt sind unsere Services, beispielsweise Architektenberatungen, Liefermodalitäten, Kollektionslaufzeiten oder Anwendungstechnik-Supports. Falls gleichwertige Angebote mehrerer Anbieter vorliegen, sind Referenzobjekte starke Argumente in der Entscheidungsfindung – andernfalls ist es final der Preis.“

Trends beim Boden im Objekt
Was sind demzufolge aus seiner Sicht die Trends beim Boden im Objekt? Bachmann sieht ungeachtet der anhaltenden Rezession in der Baubranche eine steigende Nachfrage nach natürlichen und nachhaltigen Bodenbelägen: „Dabei sind unifarbene und vor allem nachhaltige, kreislauffähige Bodenbeläge gefragt. Mit der aktuellen Linoleum Uni Kollektion decken wir den Trend nach einfarbigen und dezent marmorierten Bodenbelägen ab.“
Neben der klassischen Bahnenware seien Bodenlösungen zum modularen Bauen eine Alternative zur vollflächigen Verklebung. Weiterwachsend im Trend seien recycelbare Loose-Lay-Produkte, die fit für die Kreislaufwirtschaft sind und die Forbo in allen Produktkategorien, also Linoleum, Vinyl und Textil, anbietet. Dabei seien besonders pflegeleichte Designbeläge mit naturrealistischen Holz-, Stein- und Betonoptiken gefragt.
Design und Akustik im Fokus
Katja Kleine-Wilde, Marketing Manager für Deutschland, Österreich und die Schweiz (D/A/CH) beim Bodenbelagshersteller Tarkett, sieht darüber hinaus die lose Verlegung im Objektbereich als wichtiges aktuelles Thema. „Moderne Designböden vereinen eine hohe Funktionalität mit naturnahen Designs“, sagt sie.
Für Hotellerie und Gastronomie sei der Akustikrücken mit Soundblock Technologie, der für 19 dB Trittschallverbesserung sorge, ein weiteres Argument. Die große Klammer über alle Segmente hinweg sei indes das Thema Nachhaltigkeit. Organische Designs, Farben und Materialien rückten in den Vordergrund. Katja Kleine-Wilde: „Authentische, naturnahe Optiken sind gefragt, gerade bei den Designböden.“ Interessant sei auch die Entwicklung weg von Bahnenware hin zu modularen Teppichfliesen.
Der Mega-Trend zur „Biophilie“ sei insbesondere in der Hotellerie, in der Gastronomie und im Ladenbau zu finden. „Dieser Trend spiegelt auch die alternativlose Wende zur Kreislaufwirtschaft in der Baubranche wider“, führt Kleine-Wilde aus. Förderungen seien immer öfter an nachhaltige Bauweisen geknüpft und der Bedarf an Gebäudezertifizierungen nehme deutlich zu. Katja Kleine-Wilde: „Hohe Nachhaltigkeitsanforderungen zu erfüllen und das auch nachweisen zu können, ist für die Finanzierung von Bau- und Sanierungsprojekten ausgesprochen wichtig geworden.“
Textile Bodenbeläge hätten sich über ihre Funktionalität hinaus zu designorientierten Gestaltungselementen für moderne Innenräume entwickelt, sagt Anne Salditt, EMEA Marketing Director bei Interface: „Sie bieten einen hohen Komfort, indem sie die Akustik verbessern oder durch die Feinstaubbindung zu einer guten Raumluftqualität beitragen.“ Zunehmend würden Menschen, die in den Räumen leben und arbeiten, Ästhetik und Wohlbefinden in den Mittelpunkt stellen.
Welche Trends beim Boden im Objekt lassen sich daraus ableiten? „Naturalismus, genauer gesagt das biophile Design, ist aktuell ein großes Trendthema“, hat Salditt beobachtet. Und: Nachhaltigkeit, insbesondere was Kreislaufwirtschaft und CO2-Reduktion angeht. Das Unternehmen nimmt gebrauchte Teppichfliesen am Ende der Nutzungsdauer zurück, um sie, wenn möglich, wiederzuverwenden (ReUse) oder entsprechend zu recyceln. Möglich, erklärt Salditt, sei dies durch den Einsatz recycelter Garne sowie der CO2-negativen Rückenkonstruktion CQuest Bio, in der biobasierte, nachwachsende Rohstoffe sowie recycelte Füllstoffe zum Einsatz kämen.
Standards ändern sich bei Bodenbelägen im Objekt
„Auf Nachhaltigkeit wird ein immer größer werdendes Augenmerk gesetzt, da die Standards in den Gebäuden sich verändern“, sagt auch Daniel Bangerter, Bereichsleiter Verkauf bei Fabromont. Das Unternehmen aus Schmitten in der Schweiz ist der Hersteller der textilen Bodenbeläge Kugelgarn und Kugelvlies.
Was Nachhaltigkeit angehe, sei die Dauerhaftigkeit respektive Langlebigkeit des Bodenbelags ein zentrales Thema. Bangerter: „Auch die Wirtschaftlichkeit über die Lebensdauer, zum Beispiel bei den Reinigungskosten, spielt eine wichtige Rolle.“
Was die Trends beim Boden im Objekt angeht, seien Design und Farben sind ein großes Thema. „Insbesondere bei großen Objekten wird es individueller und kundenspezifische Farben – Stichwort Corporate Identity – werden in den Vordergrund gestellt. Fabromont entwickelt gerne und schnell mit seinen Kunden Sonderanfertigungen, um diese Wünsche zu erfüllen“, so Daniel Bangerter von Fabromont.
Bei der Auswahl des Bodenbelags für das Objekt sei die Bandbreite der Wünsche und Vorstellungen von Kunden groß, teilt Danijel Baric, Vertriebsleiter Unilin Flooring Modular Direkt, mit: „Generell stellen wir immer wieder fest, dass die nachstehenden Themen stark in eine Entscheidungsfindung hereinspielen:
- Architektonische Planung und Design: Architekten legen großen Wert auf das Zusammenspiel von Gestaltung und Funktionalität. Der Bodenbelag muss sich perfekt in das Gesamtkonzept einfügen und den Stil des Raumes unterstreichen. Der Verarbeiter stellt für den Architekten und Bauherren Berater bzgl. der Auswahl der Produkte aus auch für die Umsetzung dar.
- Aussage des Bauherrn: Der Bauherr möchte eine bestimmte Botschaft vermitteln – sei es Modernität, Nachhaltigkeit oder Luxus. Der Bodenbelag spielt dabei eine entscheidende Rolle und sollte diese Aussage klar unterstützen.
- Qualität, Nachhaltigkeit und Strapazierfähigkeit: Hochwertige Bodenbeläge bieten die ideale Kombination aus ansprechendem Design, technischer Ausgereiftheit, Nachhaltigkeit und hoher Strapazierfähigkeit. Sie sind einfach zu installieren, pflegeleicht und langlebig, was sie ideal für stark frequentierte Bereiche macht.
- Preis-Leistungs-Verhältnis: Natürlich ist der Preis wichtig, aber wird im Kontext der Qualität und technischen Raffinesse betrachtet. Ein langlebiger und hochwertiger Bodenbelag ist auf lange Sicht oft kosteneffizienter.
Bodenbeläge im Objekt: langlebig und funktional
Zusammengefasst: Der ideale Bodenbelag vereint Design, Funktionalität und Langlebigkeit. Er unterstützt die architektonische Vision und die beabsichtigte Aussage des Bauherrn.“
Was sind demzufolge die Trends beim Boden im Objekt? Die Fußbodentrends im Jahr 2024 sehen laut Danijel Baric eine Mischung aus traditioneller Ästhetik und moderner Technologie vor: „Natürliche und helle Holzböden bleiben beliebt, vor allem Eiche, die eine vielseitige, neutrale Grundlage bilden. Hervorzuheben ist die bereits im angrenzenden europäischen Ausland sehr beliebte Herringboneverlegung. Auch breite Planken (LVT) und Landhausdielen (Hydroseal Naturboden) sind weiter im Trend.“ Darüber hinaus sei das Interesse nach nachhaltigen Produkten in den Köpfen und werde mehr und mehr diskutiert.
Baric: „Für diejenigen, die ein mutiges Statement abgeben wollen, werden leuchtende Farben und geometrische Muster immer beliebter. Dazu gehört auch die Verwendung von großformatigen Fliesen.“
Kork im Objekt: Langlebigkeit und Nachhaltigkeit entscheidend
Und wie sieht es bei Kork im Objekt aus? Worauf achten die Kunden hier besonders? Amorim Cork Flooring stellt korkbasierter Bodenbeläge her und ist in mehr als achtzig Ländern weltweit vertreten. Tomas Cordes, Geschäftsführer Amorim Deutschland, sagt: „Wir sehen, dass in den letzten Jahren neben der Langlebigkeit zunehmend auf Nachhaltigkeit geachtet wird. Welche Eigenschaften darüber hinaus eine wichtige Rolle spielen, hängt entscheidend von den Anforderungen des Objekts ab.“ So seien in öffentlichen Gebäuden andere Eigenschaften wichtig als in Hotels.
Amorim hat sich mit seinen Wicanders Wise Bodenbelägen auf den Hospitality-Bereich konzentriert. Neben den klassischen technischen Eigenschaften spielten dort Mehrwerte, wie eine authentische Optik und die Haptik für ein angenehmes Gehgefühl eine zentrale Rolle, berichtet Cordes.
„Meine Erfahrung ist: Überzeugt das ‚Gesamtpaket‘, sind Bauherren auch bereit, einen adäquaten Preis zu zahlen. Gesamtpaket heißt: natürliche, zeitgemäße Dekore und herausragende technische Eigenschaften sowie eine hohe Transparenz in der Produktionskette zur Nachvollziehbarkeit der Nachhaltigkeit.“
Die Trends beim Korkbodenboden im Objekt? „Der Anspruch an authentische Optiken in Verbindung mit der Verarbeitung natürlicher Rohstoffe und Nachhaltigkeit spielen eine zunehmende Rolle“, so Tomas Cordes weiter. Kork-Böden mit Kork-Furnieren erfüllten diese Ansprüche im hohen Maß. „Diese nachhaltigen Bodenbeläge strahlen unmittelbar Authentizität aus“, ist der Amorim-Geschäftsführer überzeugt.
Voraussetzungen für den Einstieg in das Objektgeschäft
Welche Herausforderungen im Objektgeschäft gibt es aus Sicht des Objekteurs? Mancher Handwerker spielt ja derzeit mit dem Gedanken, künftig mehr als bisher auf das vermeintlich lukrative Objektgeschäft zu setzen. Welche Skills muss er mitbringen, um im Objektgeschäft erfolgreich zu sein, was muss er investieren?
„Ein Handwerker, der in das Objektgeschäft einsteigen möchte, sollte sich bewusst sein, dass dies oft auch eine Investition in Personal, Ausrüstung und die eigene Weiterbildung bedeutet“, sagt Beat Ludin von Netzwerk Boden.
Zudem sei es vorteilhaft, wenn man auf ein Netzwerk zurückgreifen könne, dessen Mitglieder bei der Realisierung komplexer Objekte mit Manpower oder Maschinen unterstützen könnten. Ludin: „Es ist sicher von Vorteil, Ressourcen wie Personal, Material, Ausrüstung schnell anpassen zu können. Zeit- und Kostenmanagement, regulatorische Anforderungen gehören dabei zu den täglichen Herausforderungen im Objektgeschäft.“
Die Fähigkeit, effektiv mit Auftraggebern, Architekten, anderen Handwerkern und möglicherweise öffentlichen Behörden zu kommunizieren und zu verhandeln, sei wesentlich. „Skills wie Fachwissen und technische Kompetenz, Projektmanagement-Fähigkeit, Verhandlungsgeschick und Problemlösungskompetenz sind heutzutage unumgänglich. Bei Netzwerk Boden vermitteln wir solche Skills und fördern unsere Mitglieder, um genau diese Fähigkeiten auszubauen“, sagt Beat Ludin.