Terrassenbau Terrassen aus Holz: Darauf kommt es bei der Verlegung an

Wer Terrassen auf Holz bauen will, braucht Fachwissen zu Material, Untergrund und Co. Die größte Herausforderung liegt wohl im Umgang mit Wasser im Outdoor-Bereich. Richtig verlegt, können Terrassendielen aus Holz bis zu 15 Jahre ihren Dienst verrichten.

Terrassen aus Holz
Dauernässe von unten wegen Vlies, Schmutz und fehlender Unterlüftung ist eine häufige Schadensursache bei Terrassendielen aus Holz. - © Lysser

Terrassendielen können bis zu 15 Jahre halten. Allerdings variiert die Lebensdauer je nach Standort, Lebensdauer der Holzart, Art der Konstruktion und Pflege. Unter anderem kommt es bei der Verlegung darauf an,

  • Dauerfeuchte und stehendes Wasser in der Unterkonstruktion zu vermeiden,
  • Vliese oder Granulatmatten als Dachhaut zu verwenden,
  • optimale Auflagen und Befestigungsdistanzen einzuhalten,
  • Distanzhalter für die Holztrocknung zu beachten und
  • Dielen mit Fugen zu montieren.    

Ästhetik, Material, Qualität: Was ist beim Terrassenbau wichtig?

Ästhetik, Material und Qualität sind die wichtigsten Voraussetzungen für eine optimale Verlegung von Terrassendielen aus Holz. Im Außenbereich gelten eigene Gesetze, die mit der Holzfußbodenverlegung im Innenbereich nicht zu vergleichen sind. Grund dafür ist insbesondere die Witterung, die für eine ungleich höhere Belastung sorgt und auch Einfluss auf die Farbe der Dielen hat. Denn: Ohne regelmäßige Behandlung vergraut jedes Holz, egal ob Esche, Douglasie oder Bangkirai. Das UV-Licht zersetzt die Holzoberfläche auf einem natürlichen Weg, das anschließende Auswaschen durch Regenfälle führt zu einem Ausbleichen des Holzes. Diese Prozesse können auch durch Pilzbildungen überlagert werden, die sich durch relativ hohe Luftfeuchten oder Rissbildungen infolge von Sonneneinstrahlung und Austrocknungen im Sommer ergeben.

Profilierung der Dielen: Glatt oder geriffelt?

„Die Spannen der Holzfeuchten im Außenbereich können in feuchten Wintern, im Herbst oder in heißen Sommern von etwa 10 bis 12 Prozent Holzfeuchte bis nahe an die Fasersättigung heranreichen“, erklärt der Schweizer Holzexperte Beni Lysser. Daraus würden entsprechende Fugenbilder resultieren. Eine Einbaufeuchte von 14 bis 18 Prozent sei je nach geografischer Lage ideal, um die Dimensionsveränderung gering zu halten. Die Abstände zwischen den Dielen sollten mit etwa fünf bis acht Millimetern ihrer Breite bzw. Lieferfeuchte entsprechen. Lysser nahm auch zur viel diskutierten Profilierung der Dielen Stellung und sprach sich für glatte Oberflächen aus : „Riffelungen helfen nicht, denn jede nasse Holzoberfläche ist glitschig.“