Nach jahrelanger Benutzung sehen viele Bodenbeläge nicht mehr wie am Tag nach der Verlegung aus. Aber was sind Gebrauchsspuren und was Verschmutzungen? Besonders beim Auszug aus Mietwohnungen ist dies oftmals ein Streitpunkt. Wir zeigen, welche Faktoren die Böden beeinflussen und wie das Gericht entscheidet.

Ob Lichteinfall, Kratzer oder Flecken – Bodenbeläge sind ganz unterschiedlichen Einflüssen ausgesetzt. Manche hinterlassen dauerhafte Spuren im Belag (Verfärbung), manche sind mit der entsprechenden Pflege wieder entfernbar. Mit einigen Hilfsmitteln, wie zum Beispiel Schmutzfangmatten oder Rollos, lassen sich die Beläge schützen. Doch nicht alle Einflussfaktoren sind so sichtbar, wie Schmutz und Nässe unter dem Schuhwerk.
Handelt es sich beispielsweise um eine offene Küche, ist es kaum zu vermeiden, dass Kochdünste auch in den Wohn- und Essbereich gelangen, sich auf dem Belag absetzen und von den Bewohnern eingetreten werden. Ein besonderes Kapitel ist dabei auch der Durchgangsverkehr von der Küche zum Wohnbereich. Abgesetzte Kochdünste bilden Fettfilme, Reste von Lebensmitteln werden breitgetreten und mit den Sohlen auf die Böden angrenzender Räume getragen.
Einfallende Sonnenstrahlen können Bodenbeläge zerstören
Die UV-Strahlung einfallender Sonnenstrahlen kann zu Farbveränderungen, ja sogar zur Zerstörung von Belägen führen. In Erscheinung treten sie, wenn Teppiche oder Brücken, die vorher die Einstrahlung verhindert haben, weggenommen oder auch nur verschoben werden.