Label in der Fußbodenbranche Öko-Label, Umwelt- und Gütesiegel: Durchblick im Label-Dschungel

Es gibt eine Vielzahl an Auszeichnungen für Produkte. Label sollen zusätzliche ­Informationen liefern und bei der Kaufentscheidung helfen. Aber wie aussagekräftig sind diese Zeichen? Und worauf muss man als Anwender oder Hersteller achten?

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Es gibt eine Vielzahl an Auszeichnungen für Produkte in der Fußbodenbranche, die zusätzliche Informationen liefern und bei der Kaufentscheidung helfen sollen. - © eco-institut, GEV-Emicode

Auf dem Markt finden sich kaum noch Bau- und Einrichtungsprodukte, die ohne eine Produktauszeichnung auskommen. So auch bei den Bodenbelägen: Sowohl Böden aus nachwachsendenoder mineralischen Rohstoffen als auch auf Basis künstlicher Materialien sind mit Labeln versehen, die als Nachweis für die Unbedenklichkeit der Produkte in Bezug auf Gesundheit und/oder Umwelt gelten sollen.

Bei der Schadstoffprüfung setzen manche Label nur auf den gesetzlichen Mindeststandard, manche haben umfangreiche Laborprüfungen und strenge Anforderungen in ihrem Kriterienkatalog. Dabei stehen vor allem Emissionen (Ausdünstungen) von Produkten im Fokus, sog. VOC (Volatile Organic Compounds – flüchtige organische Verbindungen), aber auch schädliche Inhaltsstoffe wie Weichmacheroder Flammschutzmittel. Manchmal reicht eine einmalige Prüfung, um das Produkt auszeichnen zu können, andere Label fordern regelmäßige Nachprüfungen.

Label-Geber sind teils unabhängige Prüf­organisationen, teils Verbände, Interessensgemeinschaften oder staatliche Organisationen. Manche Hersteller kreieren selber eine Produktauszeichnung und vergeben Eigenmarken. Testorganisationen wie Stiftung Warentest oder Ökotest prüfen – meist einmalig – Produkte , bewerten diese nach eigenen Kriterien und versehen sie anschließend mit einem Test-Label.

Um Label richtig einordnen zu können, ist es daher wichtig, die grundsätzlichen Unterschiede zwischen den Zeichen und der Abgrenzung zu einfachen Prüfnachweisen zu kennen. Dabei lassen sich die meisten Label in drei Kategorien einteilen :

  • Label als baurechtliche Kennzeichen, d. h. Zeichen, deren Grundlage gesetzliche Bestimmungen (z. B. EU-Normen) sind und ohne die ein Produkt nicht auf den Markt gebracht werden darf,
  • Label von Herstellern, wie Einzelaussagen zu bestimmten Schadstoffenoder zu Produktvorteilen sowie Eigen­kreationen von Labeln,
  • Label unabhängiger Prüforganisationen – auch Produktzertifizierungen genannt.