bwd info Was ist eine Holzplantage?

Radiatapine-Plantage. - © Pitt

Eine Definition lautet: Eine Holzplantage ist ein durch Saat oder Pflanzung begründeter Baumbestand zur Holzgewinnung in sehr kurzen Umtriebszeiten. Die Methoden der Erzeugung sind denen der Landwirtschaft ähnlicher als denen der traditionellen Waldbauverfahren. Oft ist es so, dass die Flächen, auf denen Holzplantagen angepflanzt wurden, vorher keinen Baumbestand aufwiesen oder aber mit anderen Baumarten bestockt waren. Holzplantagen sind in der Regel Monokulturen mit relativ hohen Flächenerträgen. Sie beinhalten eine sich ständig regenerierende Ressource. Für den Plantagenanbau kommen nur Baumarten infrage, die ein hohes Wachstumspotential aufweisen. Sie erfordern einen hohen Mechanisierungsgrad bei der Ernte und Pflege bis hin zur Düngung. Klassische Holzarten, die im Plantagenanbau erheblich höhere Wuchsleistungen erbringen als im Naturbestand, sind die Pinus Radiata und auch der Eukalyptus, deren Hölzer bei dieser Art des Anbaus allerdings keine Qualitäten erbringen, die für Fußbodenzwecke nutzbar wären, sondern eher der Papier- oder Faserstoffherstellung dienen. Bei weitem nicht alle Holzarten eignen sich zum Plantagenanbau. Teakholz ist eines der wenigen Tropenhölzer, bei denen
der Plantagenanbau schon seit Jahrhunderten funktioniert. Vorteil ist,
dass Teak auf diese Weise hohe Mengenleistungen erbringen kann, dessen Dauerhaftigkeit aber weniger ausgeprägt ist als die des Holzes aus natürlichen Wäldern. Der häufige Hinweis darauf, dass es sich um ein Plantagenholz
handelt, ist deshalb kein unmittelbarer Hinweis auf eine besondere Qualität,
eine verantwortungsvolle Forstwirtschaft oder sehr pfleglichen Umgang,
insbesondere dann, wenn die Plantagen auf Flächen entstanden, auf denen
früher wertvolle Regenwaldbestände vorherrschten. Auch muss immer berücksichtigt werden, dass Plantagen mit Monokulturen wesentlich anfälliger für einen kompletten Schädlingsbefall sind als Nichtreinbestände, der bisweilen nur mit großflächigen Maßnahmen verhindert werden kann. Holzplantagen
können auch einen negativen Einfluss auf Böden oder den Wasserhaushalt
nehmen, was zum Beispiel bei den schnellwachsenden Eukalyptushölzern
der Fall sein kann.