Hohlstellensuchgerät Karl-Heinz Hess hat den Karlograph entwickelt - Vorbeugen ist besser als Heilen"> Hohlstellensuchgerät Karl-Heinz Hess hat den Karlograph entwickelt Vorbeugen ist besser als Heilen

Der Parkettlegermeister Karl-Heinz Hess aus Mühlheim hat selbst eine neue Art von Hohlstellensuchgerät entwickelt: den Karlograph. Damit will er den Mitarbeitern seines Parkettlegebetriebs die Arbeit erleichtern.

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    © Hess
    Das eigentliche Prüfgerät, das Karl-Heinz Hess entwickelt hat,  wird auf drei Rollen gelagert über den Boden geführt und erspürt Hohlstellen.
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    Das eigentliche Prüfgerät, das Karl-Heinz Hess entwickelt hat,  wird auf drei Rollen gelagert über den Boden geführt und erspürt Hohlstellen.
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    Ein kleiner Buchenstempel löst beim Abklopfen Signale aus, die über einen Verstärker hörbar gemacht werden.

Hohlstellen unter Parkett sind ein weites Feld. Immer wieder führen sie zu Beanstandungen, die unangenehm und manchmal auch teuer sind. Karl Heinz Hess kennt als Parkettlegermeister und Sachverständiger das Thema aus dem Effeff. Ergebnis seiner Überlegungen ist der „Karlograph“.

Hess hat damit ein Gerät entwickelt, mit dem man Hohlstellen unter Parkett- und Dielen­böden aufspüren kann. Nun gibt es die verschiedensten, sogenannten Hohlstellensuchgeräte, mit denen vor allem Sachverständige über den Boden streifen, um diejenigen ­Stellen ausfindig zu machen, die für manch einen Kunden Anlass zu Beanstandungen ­geben. Das ist allerdings nicht der Ansatz des Tüftlers aus dem Rhein-Main-Gebiet. Aufgrund jahrelanger Erfahrung aus der Baustellenpraxis weiß er, worauf es ankommt: „Vorbeugen ist besser als Heilen“, sagt Hess und hat eine Prüfungsvorrichtung entwickelt, mit der er noch vor Fertigstellung des Parkettbodens die Bereiche aufspüren kann, die später eventuell Sorgen bereiten könnten.

Sein Gedanke ist nicht der Einsatz des Gerätes für den Gutachter im Schadensfall, sondern vielmehr der für den eigenen Parkett­legebetrieb, der noch im Zuge des Schleifens den Boden abfahren kann, um vor der Fertigstellung bzw. Oberflächenbehandlung des Bodens schadensträchtige Stellen zu finden.

In diesem frühen Stadium ist es mit verhältnismäßig geringem Aufwand und ohne sichtbare Ansätze möglich, Reparaturmaßnahmen zu ergreifen.

Es fährt auf Rollen und klopft

Der beim Patentamt mit einem Gebrauchsmuster eingetragene Karlograph ist ein rollbares Gerät, das beim Abklopfen des Bodens mit einem Buchenstempel akustische Signale aussendet, die an den Stellen, an denen der Boden hohl liegt, deutlich lauter sind als an den festverklebten. Dabei arbeitet das Gerät mit einer Taktfrequenz von 174 Schlägen pro Minute. Man kann also entsprechend schnell über den Boden fahren. Der Buchenstempel schlägt mit einer Auflage von 50,24 mm2 und einem Druck von lediglich 19 g auf das ­Parkett. Auf dieses Weise werden jegliche ­Beschädigungen vermieden. Getragen wird der über einen Teleskopstab geführte Hohlstellensucher von einem Gestell mit drei ­Rädern, die moosgummibereift sind und ein verwacklungsfreies Führen und Arbeiten ermöglichen.

Das Hohlstellensignal kann mit bis zu 60 Watt abgestrahlt werden. „Damit kann das Gerät auch unter Baustellenbedingungen wie Baulärm eingesetzt werden“, sagt Hess. „Wir ­setzen das Prüfinstrument in unserem Betrieb zur Qualitätssicherung ein, damit wir rechtzeitig mit unserem Fachwissen entscheiden können, ob und wie wir eingreifen ­müssen, um späteren Problemen vorzubeugen.“

Kontakt zum Erfinder: Karl-Heinz Hess, Tel.: 069/9459350,

E-Mail: hess@parkettgutachter-rhein-main.de