Parkettelemente Verformungen, immer anders

Was sind die Ursachen bei Verformungen von Parkettelementen und woran kann der Fachmann diese erkennen? Anhand einiger Beispiele gibt bwd Einblicke, welche Schadensbilder möglich sind und worin ihr Ursprung liegt.

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    Parkettstäbchen halten lange Zeit ihre Spannungen aufrecht, wie dieser kleine, nicht perfekt verklebte und deswegen verformte Mosaikparkettstab zeigt.
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    1  Das Parkettelement war dreischichtig, 18 mm dick und 280 mm breit und wurde weichelastisch verklebt. Die Verformungen können sich noch sehen lassen.
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    5  Hier musste es sehr schnell gehen. Die Spachtelmasse war noch nicht ganz trocken, da musste das Parkett schon verlegt werden. Besser wäre es gewesen, der Verleger hätte Bedenken geltend gemacht, anstatt dem Architekten nachzugeben.
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    2  Die zulässigen Verformungen am verlegten Boden haben nichts mit der Herstellnorm zu tun. Hier ein sehr hoch geheizter Zweischichtboden, der sich unter Fugenausbildung erheblich verformt, aber dessen Decklamellen trotz fast 30 °C Oberflächentemperatur halten.
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    2  Die Verformung dieses zweischichtigen Würfelbodens hatte seine Ursache in untertrockneten Stäben, was erst durch exakte Holzfeuchtemessungen im Darrofen nachgewiesen werden konnte.
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    4  Wenn man zweischichtiges Parkett verlegt, sollte man vorher einmal einen kritischen Blick auf die Stäbe werfen. Die zugelassenen Toleranzen der Normen lassen Abweichungen zu, die man einem Kunden kaum zumuten möchte.
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    6  In diesem Fall handelt es sich um einen Tauwasserschaden. Ein alter Fliesenboden war herausgerissen worden, der Unterboden erhielt einen Ausgleichsestrich und darauf wurde das Bambusparkett verlegt, ohne die Temperaturabhängigkeiten zu beachten.
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    Parkettstäbchen halten lange Zeit ihre Spannungen aufrecht, wie dieser kleine, nicht perfekt verklebte und deswegen verformte Mosaikparkettstab zeigt.
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    2  Eine ganz klare Fehlverleimung der Dreischichtlamellen auf ihrem Träger liegt in diesem Falle vor. Allein das ganz normale Beheizen mit einer Zentralheizung sorgt bei Luftfeuchten um die 40 % dafür, dass sich die mittig bis auf den Träger gerissenen Lamellen teilflächig lösen.
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    7  In diesem Falle handelt es sich um eine konvexe Verformung eines Stabparkettbodens auf einer Sportbodenkonstruktion. Der kanadische Ahorn war zum Zeitpunkt der Verlegung bis auf ca. 5,5 Prozent heruntergetrocknet als er verlegt wurde, ergab die Sichtung noch folienverpackter Restpakete.
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    1  Diese Dreischichtdielen verformten sich unmittelbar nach dem Auspacken aus den Paketen auf der Baustelle, weil die Schichten uneinheitlich trocken waren. An eine schwimmende Verlegung war nicht mehr zu denken, die verklebte Variante ist schon im Zuge der Verlegung eingeschränkt.
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    3  Konvexe Verformung von „sehr labilen“ Dreischichtdielen, die sich jeweils einzeln im dennoch sehr feuchten Neubau verformten, die aber in der gesamten Flächen am Rand noch frei lagen.
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    6  Diese Olivenparkettstäbe verformten sich konkav, weil die Raumluftfeuchte sehr gering war. Wäre die Spachtelmasse fachgerecht auf dem Estrich aufgetragen worden, wäre der Riss nicht exakt zwischen diesen beiden Schichten erfolgt.
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    3  Die einzelnen Parkettelemente sind nicht nur kopfseitig dunkel verfärbt, sondern auch konkav verformt, weil beim Reinigen der Fliesen mit viel Feuchtigkeit gearbeitet werden konnte, die im Übergangsbereich vor allem über die Hirnseite in das Parkett eindringen konnte.
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    3  Stellt man solche Verformungen beziehungsweise Verdrehungen bei massiven Dielenelementen fest, kann man sich sicher sein, dass sie sich für eine Verklebung nicht mehr eignen.
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    4  Ein geölter Ahornlandhausdielenboden auf Fußbodenheizung, das Hartholz wirkt fast wie roh und benötigt eine bessere Deckschichtverleimung als die auf dem Bild.
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    5  Ein geschüsseltes Bild ist immer besonders gut im Gegenlicht zu erkennen. Wäre die Oberfläche statt glänzend matt gar geölt, man hätte es kaum gesehen.

Sie waren schon häufig Thema, Verformungen von Parkettelementen. Ein Fachmann kann anhand der Ausbildung der konkaven und konvexen Schüsselungen erkennen, ob Feuchtigkeit im Spiel ist, erhält Anhaltspunkte, von wo sie kommen und was mit dem Boden nach der Verlegung passiert sein könnte. Konkave Verformungen bedeuten in der Regel einen Einfluss von der Unterseite. Sind sie mit Fugen verbunden, zumeist Luftfeuchtigkeitsabsenkungen an der Oberseite, während konvexe Verformungen zumeist auf zu hohe Luftfeuchten an der Raumseite hinweisen. Gesicherte Erkenntnisse kann man allerdings nur dann gewinnen, wenn man die Holzfeuchten und die Raumluftfeuchten zusammen ins Kalkül zieht. Aber das ist noch nicht alles. Die Parkettelemente sind unterschiedlich formstabil, die Oberflächenbehandlung unterschiedlich diffusionsoffen und der Klebstoff unterschiedlich elastisch. All das hat Einfluss auf ein Verformungsbild.

Was an Verformungen möglich ist, illustrieren die Beispiele in der Bildergalerie "Weitere Bilder".