Anleitung Sanierung in sechs Schritten So machen Sie Rissen den Garaus

So machen Sie Rissen den Garaus

Vor der Sanierung der Risse ist es äußerst wichtig, deren Ursache festzustellen, zu lokalisieren und zu beseitigen. Denn wird die Ursache vorhandener Spannungen innerhalb der Estrichscheibe nicht beseitigt, werden nach der Rissverklebung die verbleibenden Spannungen weiterhin schädlich wirksam, d.h. es werden neue Rissbildungen auftreten. Ein erfolgversprechendes, kraftschlüssiges Verbinden der Risse kann bei einer ausgetrockneten Estrichscheibe, wie nachfolgend aufgeführt, erfolgen.

1. Den Riss lediglich an der Oberfläche kraterförmig aufkratzen.

So gelangt kein Staub in das Porengefüge des Estrichs und die hierbei anfallenden Bruchstücke lassen sich problemlos absaugen. Die kraterförmige Oberfläche gewährleistet den Verbleib des Harzes auf dem Riss. So kann es in der Folgezeit konzentriert in den Riss eindringen.

2. Absaugen der Risse.

3. Einfüllen des lösungsmittelfreien, niedrigviskosen Klebe- oder Injektionsharzes.

Das Klebeharz sollte zudem über eine lange „offene Zeit“ verfügen. Denn die niedrigviskose Einstellung und die „lange offene Zeit“ ermöglicht selbst bei Haarrissen das Eindringen in das Porengefüge und in die untere Rissebene.

4. Bei breiteren Rissen das niedrigviskose Harz in den Riss einfüllen.

So wird das Porengefüge der Rissflanken gefüllt. Anschließend unter Zugabe von Quarzsand oder Stellmittel das Harz füllen um den Riss vollständig zu verschließen. Je nach Rissbreite, -tiefe und Füllgrad lässt sich ein Nachsacken des Klebeharzes nicht auschließen. In diesem Fall ist ein nochmaliges Nachfüllen in der oberen Ebene des Risses erforderlich.

5. Das überschüssige Harz auf der Estrichoberfläche mit einer Spachtel abziehen.

6. Die Oberfläche mit Quarzsand abstreuen.