Fachinfo Sisalteppiche im Trend

Sisalteppiche im Trend

Sisalteppiche haben dem Trend nach Naturmaterialien folgend zunehmende Bedeutung erlangt. Gewonnen wird die Sisalfaser aus der in tropischen Ländern beheimateten Agave sisalana. Die bis 1,80 m langen Blätter werden vom Fruchtfleisch befreit und anschließend die frei liegenden Fasern gewaschen, getrocknet und gebleicht. Neben der Verarbeitung zu Seilen, Säcken usw. dienen die Fasern zur Herstellung von Sisalteppichen, wofür die Fasern gesponnen werden. Die Herstellung erfolgt auf Webstühlen, hauptsächlich in Leinwand- oder Körperbindung. Sisalteppiche können rückseitig beschichtet sein, was den Vorteil hat, dass Sand und Schmutz nicht mehr durchfallen, sondern mühelos abgesaugt werden können. Außerdem sind beschichtete Beläge rutschfest und schnittfest, sie fransen nicht aus und sind beim Verlegen besser zu schneiden. Nicht nur der Rohstoff für die sehr strapazierfähigen Sisalbeläge, die es als Teppiche, Matten oder als Bahnenware gibt, sondern auch die Verarbeitung betimmt die Güte des Endprodukts. Die Fasern können beliebig eingefärbt werden, um beim Weben bestimmte Musterungen zu erzielen. Bei der Einfärbung kommt es sehr darauf an, wie tief die Farbe in die Faser eindringt. Sogenannte Randfärbungen, bei denen nur die Oberfläche angefärbt ist, werden durch das Begehen schnell abgenutzt und das ungefärbte Fasermaterial kommt zum Vorschein. Hochwertige Sisalbeläge enthalten völlig durchgefärbte Fasern, Zeichen für Qualitätsware, an der – wie die Hersteller versichern – der Käufer lange seine Freude hat!