Mein Standpunkt - Klasse statt Masse"> Mein Standpunkt Klasse statt Masse

Die CASA 2016 ist gelaufen und sie ist gut gelaufen, auch wenn man die Stimmung auf der Messe als Maßstab nimmt. Die sei zwar auf den deutschen Messen deutlich positiver gewesen, aber beim großen Nachbarn ist auch die Wirtschaftslage eine viel bessere. Der leichte Besucherrückgang heuer gegenüber 2014 kann nach dem Motto „Lieber Klasse als Masse“ gesehen werden. Besonders erfreulich war, dass der Besucheranteil aus dem Ausland weiter gestiegen ist und nun schon jeder vierte Besucher aus den Nachbarländern kommt. Dies beweist, dass das Konzept der Regionen aufgeht und die nationalen Grenzen ihre Bedeutung verlieren.
Wie zu erwarten, waren die bahnbrechenden Neuheiten nicht zu sehen, es gab wieder die vielen kleineren oder größeren Verbesserungen bei den Belägen und Verarbeitungsmaterialien. Was aber ganz klar als Trend zu identifizieren war, war der Schwerpunkt „Wand“. Ob der Bodenleger diesen Zusatzumsatz mit optisch schön gestalteten Akustikelementen verkleiden kann oder ob er lieber auf bedrucktes Holz setzt, die zusätzlichen Flächen sind auf jeden Fall ein willkommenes Zusatzgeschäft, weil die Bodenflächen eben nicht beliebig vermehrbar sind. Weil diese Zusatzflächen noch nicht so unter Preisdruck stehen, weil eben die Vergleichbarkeit noch fehlt, sind diese Zusatzgeschäfte besonders ertragreich.
Ansonsten war die CASA wieder ein gelungener Branchentreff mit den beliebten Höhepunkten der Besko-Standparty am Donnerstag und dem Bodenlegerabend mit der Siegerehrung des 15. Bundeslehrlingswettbewerbes. Dort hat man gesehen, dass die Bodenleger nicht nur einen Spitzen-Nachwuchs haben, sondern auch Spitze beim Feiern sind. Denn das Leben besteht zum Glück nicht nur aus der Arbeit. Zumindest in Österreich, wie uns unsere deutschen Freunde immer bestätigen und gerne zu uns kommen.