Landesinnung Hessen Auf Weilbächer folgt Schäfer Führungswechsel an der Spitze

Eine Ära ist bei der Innungsversammlung und Freisprechungsfeier der hessischen Parkett- und Fußbodenleger im Kultur zentrum in Großen-Buseck zu Ende gegangen. Roland Weilbächer, der am 4. Dezember seinen 70. Geburtstag feierte, trat nach mehr als 13 Jahren nicht mehr zur Wiederwahl an.

Stellvertretender Obermeister Jürgen Hildmann, Thomas Kupka, Ehrenobermeister Roland Weilbächer und der neue Obermeister Herbert Schäfer (v.l.n.r.). - © KH/Wagner

Führungswechsel an der Spitze

Damit geht ein erfahrener Lotse, der das Amt des Obermeisters „lebte“, von Bord; nicht ohne sich vergewissert zu haben, dass das Ruder in den Händen eines erfahrenen Berufskollegen und eines weiterhin engagierten Vorstands bleibt. Verbunden mit einem klaren Bekenntnis zur Innungsarbeit und seinem Berufsstand legte Weilbächer (Flörsheim) das von ihm mit großem Engagement ausgefüllte Ehrenamt an der Spitze der Landesinnung Hessen in die Hände des einstimmig gewählten Herbert Schäfer (Langenselbold). Im Amt bestätigt wurden der stellvertretende Obermeister Jürgen Hildmann (Hessisch-Lichtenau) und als Vorstandsmitglieder Lehrlingswart Martin Weil (Langgöns), Ulrich Müller (Herborn), Ansgar Wuest (Frankfurt) und Erhard Lohrmann (Bad Wildungen). Neue Beisitzer im Vorstand sind Michael Blum (Kalbach) und Matthias Mangold (Zierenberg). Ehrenobermeister ist Josef Diessner (Wetzlar). Ferner ernannten die Anwesenden einstimmig Roland Weilbächer zum Ehrenobermeister. Sein Stellvertreter Jürgen Hildmann überreichte ihm Urkunde und Ehrennadel. Bundesinnungsmeister Joachim Barth zeichnete Weilbächer mit der Ehrennadel des Bundsinnungsverbands in Silber aus. Thomas Kupka, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Gießen, erinnerte daran, wie Weilbächer der hessenweiten Innung mit 130 ordentlichen und 40 fördernden Mitgliedern sowie mehr als 80 Auszubildenden seinen Stempel aufgedrückt habe. Der 70-Jährige ist Schreiner- sowie Parkettlegermeister und seit 1962 selbstständig. Ferner ist Weilbächer seit drei Jahrzehnten vereidigter Sachverständiger für das Parkettlegerhandwerk und erwarb sich in seinem Gewerk 1990 zudem die Qualifikation als Restaurator. Seit 1991 engagierte er sich im Vorstand der Landesinnung Hessen und wurde 1994 zum Obermeister gewählt. Von 2003 bis 2006 arbeitete er im Vorstand der Kreishandwerkerschaft. Dazu ist Roland Weilbächer seit mehr als 40 Jahren Mitglied der Meisterprüfungskommission der Handwerkskammer Frankfurt und seit 18 Jahren Leiter der Meistervorbereitungslehrgänge. Er hat 1.000 Meisterprüfungen vorgenommen.

Unermüdlich setzten sich Weilbächer und seine Kollegen auch für Aus- und Weiterbildung ein. Da die Zukunft des Handwerkernachwuchses der Innung, die vergangenes Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feierte, am Herzen liegt und Wert auf Qualität und gute Leistung gelegt wird, wurde Anfang 2007 die gemeinnützige „Roland-Weilbächer-Stiftung“ gegründet, deren Zweck die Förderung der Aus- und Weiterbildung im Parkettlegerhandwerk und Bodenlegergewerbe in Hessen ist. Die Stiftung soll dazu beitragen, den Berufsstand der Parkettleger und Bodenleger weiter zu schulen. Der Gedanke der fachlichen Förderung schließt auch die Firmeninhaber und interessierten Gesellen mit ein.-