Bildergalerie: Farbveränderungen bei Parkett nach einem Jahr Sonneneinstrahlung

Farbveränderungen bei Parkett durch Sonneneinstrahlung (Kiefer)
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Kiefer, Botanischer Name: Pinus sylvestris, Pinus spp.
Die Gruppe der Kiefernhölzer umfasst zahlreiche Arten. Sie haben einen mehr oder weniger gelblich rötlichen Farbton, der im Laufe der Zeit intensiviert wird. Im Fußbodenbereich wird das Holz als Diele und auch als Holzpflaster eingesetzt. Sehr gute Qualitäten bietet die Gruppe der Pitch Pine (Pinus Sekt. taeda), die aber im Markt nur in geringen Kontingenten zur Verfügung stehen. Für Parkett wird das Nadelholz nur selten aufgrund geringer Härte verwendet. Die Trocknung geht recht zügig vonstatten. Sie sollte aber unmittelbar nach dem Einschnitt erfolgen, da Kiefernsplintholz im feuchten Zustand sehr anfällig gegenüber Bläuepilzen ist. Problematisch kann gegebenenfalls der Harzgehalt des Holzes sein, der Werkzeuge schnell verklebt. Ein hoher Harzgehalt beeinflusst auch die Oberflächenbehandlung und kann infolge intensiver Wärmeeinstrahlung zum Harzaustritt führen.
Farbveränderungen bei Parkett durch Sonneneinstrahlung (Bambus)
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Bambus (hell), Botanischer Name: Baumbusoideae, z.B. Phyllostachys pubescens
Bambus gehört botanisch zur Familie der Gräser (Poaceae) und zählt zu den am schnellsten wachsenden Pflanzen der Erde. Die aus dem (hohlen) Bambushalm erzeugten Lamellen werden für die Parkettherstellung miteinander verleimt. Die Bambushalme weisen deutliche Unterschiede in der Dichte bzw. Härte zwischen den äußeren (höhere Dichte) und inneren Bereichen (geringere Dichte) auf. Die Ausgleichsfeuchte des ungedämpften Bambusparketts liegt mit ca. 7,5 % unter der europäischer Holzarten. Die natürliche Farbe von Bambus ist hellbraun und verändert sich im Laufe der Zeit zu mittelbraun (insbesondere gebleichte Oberflächen zeigen eine stärkere Lichtalterung). Die Verarbeitung und Oberflächenbehandlung des Bambus ist bei fachgerecht getrockneter und konstruierter Ware problemlos. Beim Ölen ist das rechtzeitige Nachbehandeln aufgrund der hohen Materialdichte des Bambus wichtig.
Farbveränderungen bei Parkett durch Sonneneinstrahlung (Ahorn)
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Ahorn (kanadisch), Botanischer Name: Acer saccharum
Das bei uns als Kanadischer Ahorn bezeichnete Holz wird in Nordamerika der Gruppe der Hard Maple zugeordnet. Das zunächst hellrötliche Holz dunkelt im Laufe der Zeit etwas nach. Die Trocknung muss sorgfältig erfolgen, um Risse, Verwerfungen und Verfärbungen zu vermeiden. Die Bearbeitung hängt vom Faserverlauf ab, der gelegentlich wellig sein kann. Als Sonderformen des Ahornholzes kommen sog. Vogelaugen (bei Acer saccharum) bzw. eine Riegeltextur (bei Acerpseudoplatanus) vor. Die Verklebung bereitet keine Probleme, Gleiches gilt für die Oberflächenbehandlung. Der Kanadische Ahorn wird gerne im Sportbodenbau, speziell als Basketballboden, eingesetzt.
Farbveränderungen bei Parkett durch Sonneneinstrahlung (Bergahorn)
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Bergahorn, Botanischer Name: Acer pseudoplatanus
Bergahorn ist ein sehr helles, zunächst fast weißes und dekoratives Holz, das allmählich in einen gelblichen Farbton übergeht. Trotz der sehr hellen Grundfärbung können Hölzer aus dem gleichen Stamm einen deutlichen Hell-/Dunkelkontrast aufweisen. Dieser entsteht durch eine unterschiedliche Reflexion des Lichtes. Die Reflexion wird durch eine von der Schnittebene abweichende Faserrichtung verursacht und sorgt am Boden für ein interessantes Erscheinungsbild. Bergahorn ist sehr gut zu bearbeiten. Das Trocknen bereitet keine Probleme, sollte allerdings, wie bei allen Ahornhölzern, nicht zu lange bei zu hohen Temperaturen und zu hoher Feuchtigkeit erfolgen, da sonst Verfärbungen auftreten können.
Farbveränderungen bei Parkett durch Sonneneinstrahlung (Buche)
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Buche (ungedämpft), Botanischer Name: Fagus sylvatica
Buche ist ein hartes Holz mit einer gleichmäßigen hell-gelblichen Farbgebung (gedämpft lachsfarben), die später deutlich nachdunkelt. Zunehmend wird auch Buche mit dekorativ ausgeprägter Rotkernbildung nachgefragt. Das in unseren Regionen sehr gut verfügbare Holz ist vorsichtig zu trocknen, um Farbfehler, Verwerfungen und Risse zu vermeiden. Bei der Oberflächenbehandlung sind keine Probleme bekannt; die dichte, homogene Oberfläche des Holzes erfordert eine ausreichende Fließfähigkeit der verwendeten Mittel. Das Verkleben verläuft ebenfalls ohne Schwierigkeiten, Feuchteänderungen können die Leimfuge jedoch erheblich belasten. Buche gleicht sich sehr schnell wechselnder Holzfeuchte an, deshalb ist beispielsweise bei der Verlegung von Böden mit Fußbodenheizung Vorsicht geboten.
Farbveränderungen bei Parkett durch Sonneneinstrahlung (Esche)
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Esche, Botanischer Name: Fraxinus excelsior
Das harte Eschenholz weist zunächst eine gelblich weiße Färbung auf, die gelblich nachdunkelt. Die Esche kann einen fakultativen Farbkern, den sog. Braunkern oder Olivkern, ausbilden, der eine entsprechende Farbsortierung des Holzes erfordert. Die Esche ist typisch ringporig mit großen Frühholzporen, die sich deutlich erkennbar vom dichten Spätholz absetzen, wodurch eine markante Textur entsteht. Das Holz ist gut und fehlerfrei zu trocknen. Die Bearbeitung macht ebenfalls keine Probleme. Das gilt sowohl für die Verklebung als auch für die Oberflächenbehandlung. Esche ist sehr elastisch und wird deshalb auch häufig für Werkzeug bzw. Hammerstiele eingesetzt.
Farbveränderungen bei Parkett durch Sonneneinstrahlung (Kirsche)
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Kirsche (europäisch), Botanischer Name: Prunus avium
Das mittelharte Kirschholz geht von einem anfangs hellrötlich braunen in einen rotbraunen Farbton über. Es ist problemlos zu trocknen. Allerdings sollte das Trocknungsgefälle nicht zu groß gewählt werden, da es sonst zum Reißen und Verwerfen kommen kann. Das Schnittholz der Kirsche reagiert auf die natürliche UV-Strahlung farbempfindlich, daher wird es mit lichtundurchlässigen Folien abgedeckt. Die Bearbeitung und Verklebung der Kirsche bereitete keine Probleme, die Oberflächenbehandlung ist ohne Einschränkungen auszuführen. Wasserbasierte Parkettversiegelungen können allerdings aufgrund möglicher Reaktionen mit den phenolischen Inhaltsstoffen gräuliche Farbausprägungen bewirken.
Farbveränderungen bei Parkett durch Sonneneinstrahlung (Roteiche)
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Roteiche, Botanischer Name: Quercus rubra, Quercus spp.
Die Roteiche, die ihren Namen nicht der Farbe des Holzes, sondern der leuchtend roten Herbstfärbung ihrer Blätter verdankt, ist zunächst hellrötlich braun und dunkelt im Laufe der Zeit etwas nach. Das Holz der Roteiche mit homogenem Jahrringaufbau ist gut bearbeitbar, die Oberflächenqualität kann allerdings bei Hölzern mit breiten Jahrringen (schnellwüchsiges, grober strukturiertes Holz) Probleme bereiten. Roteiche zeigt eine beträchtliche Neigung zum Werfen und Reißen. Eine langsame Trocknung ist daher notwendig. Die Oberflächenbehandlung ist im Allgemeinen unproblematisch. Bei Kontakt mit alkalischen und Eisen enthaltenden Präparaten kann es zu Verfärbungen der Oberfläche kommen. Generell ist die technische Qualität etwas geringer als die der Weißeichen.
Farbveränderungen bei Parkett durch Sonneneinstrahlung (Nussbaum)
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Nussbaum (amerikanisch), Botanischer Name: Juglans nigra
Amerikanischer Nussbaum hat eine violettbraune, dunkle Grundfärbung mit ausgeprägter Farbstreifigkeit. Zur Einstellung der gewünschten dunkelbraunen Farbe muss das frisch eingeschnittene Holz sorgfältig gedämpft werden. Das Holz ist mechanisch sehr gut zu bearbeiten. Die Trocknung ist wegen der Thyllenbildung langsam und schonend auszuführen. Generell ist eine Neigung zu Verfärbungen vorhanden; bei zu scharfer Trocknung besteht die Gefahr von Zellkollaps. Bei der Oberflächenbehandlung sind keine Probleme bekannt. Flecken können als Reaktion auf alkalische Bestandteile im Leim auftreten. Die Korrosion von Eisen in Verbindung mit Holz ist ausgeprägt.
Farbveränderungen bei Parkett durch Sonneneinstrahlung (Teak)
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Teak, Botanischer Name: Tectona grandis
Teak ist aufgrund seiner goldgelben Farbe, die goldbraun nachdunkelt, seines sehr guten Stehvermögens bzw. seiner natürlichen Dauerhaftigkeit als Bodenbelag ein sehr beliebtes Holz. Aufgrund seines wasserabweisenden Charakters findet Teak auch in Feuchträumen Verwendung. Teak trocknet sehr langsam, jedoch ohne Probleme. Werkzeuge stumpfen allerdings aufgrund der Kieselsäureeinlagerungen schnell ab. Vorbohren ist empfehlenswert. Teak ist mit den meisten Oberflächenbehandlungsmitteln kompatibel. Gelegentliche Trocknungsverzögerungen treten auf. Teaköle betonen die natürliche Struktur und Farbe des Holzes. Die Verleimung ist aufgrund der hohen Inhaltsstoffkonzentrationen schwierig. Teak aus Burma unterliegt Ausfuhrbeschränkungen (aktuelles Embargo). Plantagenhölzer (z. B. höherwertiges Javateak) aus vielen tropischen Regionen mit unterschiedlichen Qualitäten sind im Handel.