Dispersionsklebstoff
Dispersionsklebstoffe sind in Wasser dispergierte Klebstoffe, die einen mehr oder weniger hohen Wasseranteil aufweisen. Die Bindemittel, zumeist sehr fein in dem Medium verteilte Kunststoffe, bilden die Grundlage dieser Klebstoffe, aus denen das Wasser nach dem Auftragen auf dem Boden verdunstet.
Dieser Prozess steht in direktem Zusammenhang mit dem Raumklima und erfolgt in Abhängigkeit davon in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Die bauphysikalischen und raumklimatischen Zusammenhänge muss der Verarbeitende daher genau kennen, um ein optimales Verlegeergebnis zu erzielen. Deshalb spielt beim Einsatz von Dispersionsklebstoffen auch der Untergrund immer eine sehr entscheidende Rolle. Er sollte definiert aufnahmefähig sein, wie man es beispielsweise durch Spachtelungen erreicht. So ist es möglich, den anschließenden Einfluss des verdunstenden Wassers auf den Bodenbelag kontrolliert zu steuern. Probleme können entstehen, wenn die Oberfläche des Untergrundes zu sehr geschlossen ist, da kein Wasser in den Untergrund abwandern kann. Damit wird auch die Verankerung eines Dispersionsklebstoffes, die in der Regel durch spezielle Harze gesteuert wird, negativ beeinflusst. Dispersionsklebstoffe spielen im Parkettbereich derzeit allerdings eine untergeordnete Rolle, da die aktuelle Mode sehr breiter und dünner Elemente ihren technischen Eigenschaften nicht entgegenkommt.
Hier spielt die Erfahrung des Verlegers mit diesen Klebstoffen eine ganz entscheidende Rolle für die Erzielung eines perfekten Verlegeergebnisses.
Ebenso sind Alternativen am Markt, die die speziellen Eigenschaften des Dispersionsklebstoffes als Ersatz für andere Varianten mittlerweile mindestens genauso gut ausfüllen.
