bwd Fachinfo
Grundierungen übernehmen im Gesamtaufbau der Fußbodenkonstruktion wichtige Funktionen:
e Ein geschliffener Untergrund – und sei er anschließend noch so intensiv abgesaugt worden – zeigt auch dann noch anhaftenden Feinstaub. Dieser verhindert die Haftung des Klebstoffes und hat abstoßende Wirkung am Untergrund. Grundierungen binden den Staub und bilden eine feste, tragfähige Schicht.
e Auf porösen, saugfähigen Untergründen schlägt der aufgetragene Klebstoff zum größten Teil weg. Das kann – wenn die eingeschlossene Feuchtigkeit (Anmachwasser) oder Lösemittel nach obern steigen – zu Mängeln führen. Grundierungen schließen die Poren des Untergrundes, die getrocknete Schicht verhindert das Eindringen von Klebstoff und Feuchtigkeit.
e Werden Reste wasserlöslicher, alter Klebstoffe nicht völlig entfernt, werden sie von neu aufgetragenem Klebstoff angelöst. Das kann zu Schwierigkeiten führen. Ein vorheriges Grundieren des Untergrundes verhindern den direkten Kontakt und somit das Anlösen.
e Soll auf glatten Untergründen wie glasierte Fliesen, auf Metall oder auf mit Reaktionsharz behandelten Böden geklebt werden, ermöglichen diese Oberflächen meist keine ausreichende Haftung des Klebstoffs. Eine Grundierung sperrt die Fläche ab und bildet den entsprechenden Haftgrund.
e Holzdielen, Holzspanplatten und andere Holzuntergründe können bei direktem Klebstoffauftrag Feuchtigkeit aufnehmen, quellen, größer werden oder sich in der Form verändern. Entsprechende Grundierungen verhindern den direkten Kontakt.
Grundierungen sind für das Gelingen einer Verlegung von entscheidender Bedeutung.