bwd Fachinfo
Schmutzfangmatten sind meist im Inneren von Gebäuden im Eingangsbereich ausgelegt. Ihre Aufgabe ist, den von draußen durch Fußgänger hineingetragenen Schmutz abzufangen. Sie müssen einerseits in der Lage sein, viel Schmutz zu speichern, andererseits soll dieser Schmutz möglichst lange optisch nicht in Erscheinung treten. Darauf haben sich die Mattenhersteller weitgehend eingestellt und führen die Oberfläche, den Flor, mindestens zwei- oder sogar dreifarbig meliert aus. Generell gilt, je dunkler die Farbe der Fasern ist, desto weniger sieht man den aufgenommenen und eingelagerten Schmutz. Grundlage der Fasern ist entweder Baumwolle oder es werden Chemiefasern, zumeist Polyamid, eingesetzt. Beide Stoffe haben Vor- und Nachteile: Die natürliche Baumwolle nimmt zwar mehr Schmutz und Feuchtigkeit als die Chemiefasern auf, dafür verschleißt sie schneller. Die Hersteller bervorzugen daher die Chemiefaser, sind sich jedoch im Klaren darüber, dass die Aufnahme hinter der Baumwolle zurückbleibt. Die Matten müssen also öfter gereinigt werden. Schmutzfangmatten werden in der Regel lose ausgelegt. Die gummierte oder mit PVC beschichtete Unterseite verhindert, dass Regen- und Schmutzwasser durch die Matte dringt und den darunterliegenden Nutzbelag beeinflusst, was besonders bei Teppichböden kritisch werden kann.
Sowohl Schmutzfangmatten als auch fest verklebte Schmutzfang-Teppichbeläge müssen von Zeit zu Zeit gereinigt werden. Das sollte geschehen, wenn die Beläge mit Schmutz gefüllt sind. Lose verlegte Matten werden eingesammelt und vor der Nassreinigung durch Schütteln, Klopfen oder Saugen vom Grobschmutz befreit. Als beste Methode hat sich die Wäsche in einer Waschschleudermaschine erwiesen, anschließend werden die Matten im Trockner oder an der Luft getrocknet. Falls sich der Flor nicht von selbst aufrichtet, muss er aufgebürstet werden, damit die Matte wieder fähig ist, Schmutz und Feuchtigkeit aufzunehmen – was bei Baumwollmatten die Regel ist. Fest verlegte Beläge werden, nachdem der Grobschmutz entfernt ist, mit einer Scheibenbürstmaschine schamponiert und der Schaum abgesaugt. Bei der Sprühextraktion wird Reinigungsflotte auf den Teppich gesprüht. Dabei lösen sich die Verschmutzungen. Im gleichen Arbeitsgang wird die entstandene Schmutzflotte wieder aufgesaugt. Um ein optimales Reinigungsergebnis zu erhalten, können auch beide Verfahren nacheinander angewandt werden.