Österreich -

Baukonzepte Recyclinghaus ausgestellt Baumaterial Europaletten

Wenn Andreas Claus Schnetzer und Gregor Pils gebrauchte Europaletten aufeinanderstapeln, tun sie das nicht etwa im Lagerraum einer großen Supermarktkette, sondern in Venedig. Das Duo hat ein 60 m2 großes Haus aus 800 Europaletten gebaut, das schon beim europaweiten Studentenwettbewerb „GAU:DI“ die Jury überzeugt hat. Im Rahmen der „11. Architektur Biennale“ zwischen dem 14. September und 23. November stellten junge Künstler ihre modernen Baukonzepte vor. Ganz nach dem Motto „Out There. Architecture Beyond Building“ wurden nicht nur Objekte, die sich durch ein außergewöhnliches Design auszeichnen, gezeigt, sondern vielmehr Ideen, Visionen und Konzepte, die über das reine Bauwerk hinausgehen.

Der österreichische Beitrag beschäftigt sich mit dem Thema Nachhaltigkeit. Durch die Verwendung von gebrauchten Europaletten als Grundstruktur ist das neue Projekt der beiden TU-Studenten kostengünstig sowie flexibel auf- und abbaubar. So kann das Palettenhaus nicht nur als Wochenendhaus dienen, sondern auch in Entwicklungsländern oder als temporärer Bau etwa für eine Rotkreuz-Station in Katastrophengebieten errichtet werden. Die Verwendung anderer Materialien wurde auf ein Minimum reduziert, wenngleich auf hochwertige Dämmstoffe großer Wert gelegt wurde, um einen geringen Energiebedarf von 25 kWh/m2 für die Heizung zu gewährleisten.

Unterstützt wurden die Studenten von Isover. Für das Europalettenhaus sponserte das Unternehmen das komplette Dämmmaterial. „Wir finden das Konzept fantastisch und können uns vorstellen, dass eine derartige Konstruktion auch einmal als Passiv- bzw. Multikomforthaus weiterentwickelt bzw. gebaut wird“, erklärt Robert Schild, Marketingleiter von Isover.-

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