Die Thalhofer-Gruppe, ein familiengeführter Holzgroßhändler aus Bayern, beteiligt sich mit fünfzig Prozent an Lotter + Liebherr in Gaggenau. Die weiteren fünfzig Prozent des Bodenbelagsgroßhändlers hält die Firmengruppe Gebr. Lotter.

„Mit dem Einstieg bei Lotter + Liebherr zum 1. Juli setzt die Thalhofer-Gruppe ihre Wachstumsstrategie im Bodenbelagsgroßhandel konsequent fort. Im Mittelpunkt steht das bundesweite Netzwerk mit den Bodenbelagsgroßhändlern Fries/Ruhe und Lotter+Liebherr“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens aus Deisenhausen im bayerisch-schwäbischen Landkreis Günzburg.
Die Transaktion erfolgt ein halbes Jahr nach dem Abschluss einer Kooperation mit der Fries-Gruppe aus Kiel, die ihrerseits den Bodenbelagsgroßhändler Ruhe & Co. zu Jahresbeginn übernommen hatte. „Lotter + Liebherr, Fries/Ruhe und die Thalhofer-Gruppe verbindet bereits die gemeinsame Einkaufskooperation Holzring und die Rigromont. Aus dieser Partnerschaft wird nun eine unternehmerische Verbindung“, erklärt die Thalhofer-Gruppe weiter.
Lotter + Liebherr mit neun Standorten im Westen, Fries/Ruhe im Noden und Nordosten und die Thalhofer-Gruppe mit ihren Schwerpunkten im Süden und Südosten hätten „eine klare Wachstumsagenda als Alternative zum Marktführer“. So entstehe ein leistungsfähiger Verbund für Bodenleger, Raumausstatter und Maler in Deutschland. „Mit Fries und Ruhe im Norden und jetzt Lotter + Liebherr im Westen schaffen wir einen leistungsstarken Verbund, der unsere Kunden mit dem kompletten Sortiment Bauchemie und Bodenbeläge kompetent versorgen kann“, erklärt Stefan Thalhofer, geschäftsführender Gesellschafter der Thalhofer-Gruppe.
Anfang August war bekanntgegeben worden, dass Übernahme des Bodenbelagsbereichs der Ketterer + Liebherr GmbH durch die Jordan Gruppe geplatzt war, da nicht alle notwendigen Vertragsbedingungen hätten erfüllt werden können. Ursprünglich hatte die W. & L. Jordan GmbH aus Kassel (Marke: JOKA) angekündigt, den Geschäftsbereich Fußbodengroßhandel der Ketterer + Liebherr GmbH, Freiburg, zum 1. August zu übernehmen.