B+L Marktdaten: Neubau wächst stärker als Renovierung

Die B+L Marktdaten GmbH in Bonn prognostiziert eine Trendwende in der Bauwirtschaft. Der Neubau überhole in den kommenden Jahren den Bereich Renovierung, erklärt das auf Bauen, Wohnen und Immobilien spezialisierte Marktforschungsinstitut.

In Deutschland zeige sich derzeit eine stabile Aufwärtsbewegung bei den Baugenehmigungen im Wohnungsbau: Von Januar bis Oktober habe es ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gegeben. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) prognostiziere für 2026 ein reales Umsatzplus von 2,5 Prozent. „Im Nichtwohnbau stützt sich die Stabilität 2026 noch auf verzögerte Projekte aus den Boomjahren 2022 und 2023. Ab 2027 jedoch droht ein breiter Rückgang, da die Projektpipeline dann erschöpft ist und neue Genehmigungen ausbleiben“, heißt es aus Bonn.

Die B+L Marktdaten GmbH geht davon aus, dass in den nächsten drei Jahren in ganz Westeuropa der Neubau stärker wachsen werde als die Renovierung. Diese Einschätzung basiere auf aktuellen Indikatoren wie steigenden Baugenehmigungen und stabile Finanzierungskosten, die den Neubau begünstigten, heißt es aus Bonn dazu. „Die Investitionsbereitschaft in Renovierungen bleibt dagegen verhalten“, erklärt die B+L Marktdaten GmbH. Ein Zukunftsforum am 25. Juni werde Einblicke in Trends wie Demografie, Migration, New Work und Nachhaltigkeit liefern, kündigt das Unternehmen an. Ein Vorab-Workshop am 29. Januar werde Prognosen für die DACH-Region liefern.