Mario Walz ist Parkettlegergeselle und hat sein Unternehmen vor 15 Jahren, als es keine Meisterpflicht gab, gegründet. Mit Fortbildungen hält er sich stets auf dem Laufenden, denn "man muss auf dem aktuellen Stand sein", wie er sagt.
„Mein Ziel ist es, meinen Kunden höchste Qualität rund um das Thema Bodenbelag zu bieten“ – so kurz, knapp und auf den Punkt gebracht beschreibt Mario Walz auf seiner Website den Ansatz seines Unternehmens. Walz ist Gründer und Inhaber von Parkett + Bodenbeläge Walz in Egloffstein. Die Beläge, die er und sein Team verlegen, stellt er online mit ihren Vor- und Nachteilen dar. Wer es noch genauer wissen will, kann Walz direkt ansprechen. Unter den Kontaktdaten steht: „Ich berate Sie gerne“. Das ist einerseits reduziert auf das Wesentliche, anderseits klar serviceorientiert und für potenzielle Kunden einladend. Eine Website gehört heute einfach dazu, aber dort, wo Walz und sein Team arbeiten, in einem Luftkurort in der Fränkischen Schweiz, zählen die persönliche Bekanntschaft und der Ruf des Unternehmers oft noch mehr als Social Media und Website. Die Kunden kommen in der Regel über Empfehlung. Man kennt den Namen Walz vor Ort.
90 Prozent des Umsatzes entfallen auf den Privatbereich
Verlegt wird quasi alles, was der Kunde will. Neben Parkett ist das meist Vinylboden, aber auch Linoleum, zum Beispiel in Kindergärten und Schulen. Der Privatbereich deckt allerdings neunzig Prozent der Aufträge ab. Was wollen die Kunden? Walz: „Wir machen viel Designbeläge, das wird als günstige Alternative zum Parkett gesehen. Der Kunde schaut natürlich aufs Geld, da wird aus einem geplanten Parkett manchmal eben ein Vinylboden. Zu 95 Prozent verlegen wir geklebte Beläge. Designbeläge sind ein Trend. Das sehen Kunden beim Nachbarn oder im Internet und wollen es dann auch.“
Designbelag oder Vinyl, diese Begriffe seien beim Endverbraucher bekannt, LVT eher nicht. Was ist mit Kork? „Ein Zimmer im Jahr. Wenn ich alle zwei Jahre ein Zimmer mit Teppichboden mache, dann ist das schon viel. Laminat habe ich schon fünf Jahre nicht mehr verlegt.“
Je wilder, desto besser
Auch in Zukunft werde bei ihm der Privatkunde im Mittelpunkt stehen. „Der fährt weniger in Urlaub und macht sich das Wohnzimmer schön, das ist meine Erfahrung. Es gibt kaum Neubau, aber viel Renovierung, gern im Eichendekor, am besten Landhausdiele. Wild, rustikal, gern mit schwarzen Ästen, das ist bei uns sehr gefragt. Je wilder, desto besser.“
An den Ständen auf der BAU in München ging es zuletzt um Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Wohngesundheit. Und was sagen die Kunden? Walz: „Die sprechen das von sich aus sehr oft an, ebenso wie Naturöl, wie den Blauen Engel und die Abwesenheit von Lösemitteln. Wenn in den Boden investiert wird, dann wird heute ganz überwiegend auf solche Ware Wert gelegt.“
"Wild, rustikal, das ist bei uns sehr gefragt."
Mario Walz, Inhaber von Parkett + Bodenbeläge Walz
Drei Verleger und eine Halbtagskraft im Büro umfasst das Unternehmen. Unterwegs sind die Handwerker ganz überwiegend im oberfränkischen Landkreis Forchheim in einem Radius von ungefähr 50 Kilometern. Neue Mitarbeiter? „Sind ein schwieriges Thema – es gibt einfach keine Verleger“, sagt Mario Walz. Wer fähig sei, mache sich selbständig oder habe einen super Job. „Wenn wir suchen, nutzen wir klassisch die Zeitung, das Arbeitsamt oder über Bekannte. Jemand, der jemanden kennt. Aktuell sind wir aber gut aufgestellt.“
Mit Fortbildungen auf dem aktuellen Stand
Der Gründer und Chef von Parkett + Bodenbeläge Walz ist Parkettlegergeselle. Damals, vor 15 Jahren, als er sich selbständig machte, gab es keine Meisterpflicht, und so kann er heute auch ohne den Titel arbeiten. „Den Meister doch noch zu machen, darüber habe ich immer wieder nachgedacht, aber bis jetzt ohne Ergebnis. Wir machen auch so immer wieder Fortbildungen und halten uns auf dem Laufenden über das, was es Neues gibt, und besuchen Schulungen. Man muss auf dem aktuellen Stand sein“, sagt Mario Walz. Was wäre gewesen, wenn er sich in jungen Jahren anders entschieden hätte? Welcher Beruf hätte ihn gereizt? Walz sagt: „Ich wäre gern Metzger geworden, wenn ich nicht Bodenleger geworden wäre. Das hat auch viel mit Handwerk zu tun. Aber das Thema ist seit 25 Jahren durch, und es ist gut so, wie es ist.“
Kontakt
Parkett + Bodenbeläge Walz
Affalterthal 169
91349 Egloffstein
E-Mail: parkett.walz@googlemail.com
Telefon 09197 6253997
www.parkett-walz.de
