Fußboden Klebstoffflecken auf Bodenbelägen erkennen und richtig entfernen

Klebstoffflecken auf Bodenbelägen und Parkett sind immer ein Ärgernis, besonders wenn diese bereits erhärtet sind. Der Bauherr verlangt die restlose Beseitigung dieser Flecken, ohne dass der Oberbelag oder das Parkett beschädigt wird. Wie geht man dabei vor?

Klebstoffflecken auf Oberbelägen
Der ausgehärtete Dispersionskleberrest wurde mit einem Kunststoffschaber und anschließend mit einem feuchten Reinigungstuch entfernt. - © Steinhäuser

Klebstofflecken können für den Verarbeiter durchaus zum Problem werden. Optischen Beeinträchtigungen sind erfahrungsgemäß mit Ärger und Streitigkeiten verbunden und führen in den meisten Fällen zu Reklamationen. Dann stellen sich Fragen: Muss der Bauherr solche Beschädigungen, auch wenn sie nur leichter Natur sind, als „Unregelmäßigkeit“ hinnehmen oder kann er eine Neuverlegung verlangen. Kann sich der Verarbeiter eventuell über einen Preisnachlass aus der Situation retten?

Frische und ausgehärtete Klebstoffflecken unterscheiden

Bei der Beseitigung der Klebstoffflecken muss man zwischen frischen Flecken und ausgehärteten Klebstoffflecken unterscheiden. Handelt es sich um frische Klebstoffflecken, weiß der Verarbeiter, welchen Klebstoff er eingesetzt hat. Bei ausgehärteten Klebstoffflecken - die Belagsverlegung liegt schon einige Zeit zurück - muss der Verarbeiter herausfinden, um welchen Klebstoff es sich handelt. Dazu die folgenden Tipps für die wichtigsten Klebstoffe im Bodenbereich:

Dispersionsklebstoffe:

  • helle bis mittelbraune Färbung
  • zähelastische Klebefuge
  • durch Anfeuchten mit Wasser beginnt der Kleber nach ca. 15 Minuten aufzuweichen
  • beim Anzünden entsteht ein brenzliger Geruch