Aus den Fehlern anderer lernen Farbunterschiede im Parkett

Im aktuellen Schadensfall stellt sich die Frage, ob sich vorhandene Farbunterschiede durch Alterung des Parkettbodens im Nachhinein durch eine Oberflächenbehandlung egalisieren lassen, oder aber ein irreversibles Schadensbild vorliegt.

sichtbare Farbunterschiede im Parkett
Sichtbare Farbunterschiede im Parkett mit geradlinigem Verlauf. - © iba-institut

In einer hochwertigen Wohnanlage war eine Wohnung im Penthouse Gegenstand des Mietvertrags. Ausgestattet war der Fußboden neben Fußbodenheizung mit einem Oberboden aus einer 3-Schicht Landhausdiele. Als Holzart lag Eiche vor. Die Oberfläche zeigte sich gebürstet und war zum Einzug mit Öl behandelt (Farbton Natur). Nach der Verlegung ist seinerzeit der Parkettboden mit einem Pflegeöl behandelt und anschließend poliert worden, um die Holzporen zu sättigen.

Drei Jahre nach der Nutzung wurde der Mietvertrag im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst. Außer einem nebelfeuchten Wischen wurde über diesen Zeitraum keine weitere Behandlung des Parkettbodens vorgenommen.

Nach Auszug Farbunterschiede im Parkett

Nach dem Auszug der Mietpartei zeigten sich am Parkettboden neben üblichem Verschleiß im Bereich der Laufzonen vor allem Farbabweichungen an solchen Stellen, an welchen abgepasste Teppiche oder Einrichtungsgegenstände (Tische, Stühle, Schränke, Kommoden) auf dem Parkettboden aufgelagert waren.

Das Erscheinungsbild vom Parkettboden lag bei Übergabe der Wohneinheit an den Vermieter deutlich beeinträchtigt vor: auffällige, geradlinige Farbabweichungen und Farbtonunterschiede mit geometrischen Umrissen – was nun?