Nachfärben - eine ökologische Alternative Farbabweichungen bei textilen Bodenbelägen: Vor Ort den Mangel beheben

Farbabweichungen bei textilen Bodenbelägen führen oft zu Diskussionen. Herstellungsbedingt sind Farbabweichungen nicht zu vermeiden. Allerdings gibt es die Möglichkeit des Nachfärbens. Wir stellen diese kostengünstige und ökologische Alternative vor.

Gemusterter Nadelvlies Bodenbelag vor dem Nachfärben
Gemusterter Nadelvlies-Bodenbelag vor dem Nachfärben ... - © Schwarzmann

Bei der Herstellung von textilen Bodenbelägen können geringfügige Farbabweichungen, selbst bei äußerster Sorgfalt, nicht gänzlich vermieden werden. Im Wissen dieser herstellungsbedingten Einflüsse wurde z. B. auch im verbändeübergreifenden Kommentar zur ATV DIN 18365 Bodenbelagarbeiten auf dieses Erscheinungsbild hingewiesen. In einer Raumeinheit ist der textile Bodenbelag ausschließlich aus einer Produktionscharge zu verlegen. Tritt z. B. im Nahtbereich ein Farbunterschied auf, welcher bei Bewertung mit dem Graumaßstab die Stufe > 4 ergibt, gilt dies als fertigungstechnische unvermeidbare und demzufolge auch als zulässige Farbabweichung.

Farbabweichungen bei textilen Bodenbelägen: herstellungsbedingte Einflussfaktoren

Zunächst ist auf einige der herstellungsbedingten Einflussfaktoren einzugehen: Meist werden die Garne von textilen Bodenbelägen „rohweiß“ verarbeitet, um danach je nach Bedarf den Teppichboden zu färben. Der Färbeprozess wird wiederum beeinflusst vom gelieferten und verarbeiteten Garn. Die Farbe wird vom Garn aufgenommen und danach fixiert. Es kommt jedoch vor, dass bereits bei der Herstellung des Garnes minimale Veränderungen eintreten, welche dazu führen, dass an verschiedenen Stellen die Farbe schneller vom Garn aufgenommen wird. Dies kann die Farbintensität beeinflussen und zu Streifigkeit oder zu stellenweise minimal heller oder dunkler wirkenden Flächenbereichen führen.