Nostalgie und Herausforderung Altestriche: Das sollten Bodenprofis wissen

Die folgenden Jahre werden von der Bestandssanierung geprägt sein. Dabei wird der Bodenleger auch mit Altestrichen konfrontiert werden. Nachfolgender Beitrag beschreibt den richtigen Umgang mit den nicht immer leicht zu identifizierenden Untergründen.

Alter Mischuntergrund aus Anhydrit-, Steinholz- und Zementestrich. - © Steinhäuser

Die folgenden Altestriche sind heute in der Regel bei Sanierungen im Bestand anzutreffen, zu beurteilen und zu prüfen: Zementestriche, Anhydritestriche, Anhydritfließestriche, Stein­holz­estriche, Magnesiaestriche, Schlackeestriche, Gussasphaltestriche, Kompressionsuntergründe, Stampfasphaltplatten, Kunstharzestriche und Hartstoffestriche. Am häufigsten sind Zementestriche anzutreffen, gefolgt von Anhydritestrichen, Anhydritfließestrichen und Steinholzestrichen.

Für die Estrichleger ist dies alles nur dann von Belang, wenn die alten Estriche entfernt und durch neue Estriche ersetzt werden müssen. Parkett- und Bodenleger müssen sich mit den alten Estrichen auseinandersetzen, wenn sie darauf Beläge verlegen wollen.

Grundsätzlich müssen die Altestriche dauertrocken, sauber, rissfest, frei von Trennmitteln, zug- und druckfest sein. Jeder Auftragnehmer für Parkett- und Bodenbelagsarbeiten ist verpflichtet, mit der im Verkehr üblichen Sorgfalt und unter Beachtung der allgemein anerkannten Regeln des Fachs sowie des Standes der Technik, den Altestrich auf seine Belegereife zu überprüfen. Weist der Altestrich Mängel auf oder sind aufgrund der gewählten Fußbodenkonstruktion Schäden zu erwarten, muss der Auftragnehmer im eigenen Interesse schriftlich Bedenken geltend machen. Die folgenden Schwerpunkte sollten besonders beachtet werden.