Wer sich als Handwerker in die Abhängigkeit von nur einem oder wenigen Kunden begibt, ist selbst schuld, wenn er früher oder später Konkurs anmelden muss. Die „goldene Regel“, nie mehr als zehn Prozent seines Umsatzes mit einem Einzelkunden zu machen, hat sicher ihre Berechtigung. Was aber soll ein Unternehmer machen, wenn er diese Schwelle mit einem oder gar mehreren Kunden deutlich überschritten hat?
Da gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder so schnell zu wachsen, dass dieser Wert wieder annähernd stimmt, oder vielleicht doch die oft aufgeblasenen Umsätze mit niederen oder gar negativen Kostendeckungsbeiträgen schrittweise verringern. Sicher ist das kein einfacher Weg, da eine Umsatzreduzierung immer sehr schwer realisierbar ist – einhergehend müssen die Kosten mindestens ebenso zurückgefahren werden, was in der Praxis nur schwer möglich ist.
Der Unternehmer sollte aber dennoch auf jeden Fall reagieren, wenn das Jahresergebnis nicht mehr passt. Wie das Beispiel der Baumax-Folgeinsolvenz zeigt, kann sich fast kein Betrieb drei Jahre in den roten Zahlen leisten. Daher sollte das Motto lauten: Lieber klein und fein als groß und tot!