(Keine) Schwabbelspuren
EFarbe: Beide Estricharten weisen gelbliche bis gipsweiße Tönungen auf. Werden farbige Zuschläge verarbeitet, kann die Farbgebung abweichen. Das gilt für alte Anhydritestriche, die – als Nutzböden eingebaut (alte Leunitböden in neuen Bundesländern) – mit Steinholzestrichen zu verwechseln sind. Grund: Die ein bis zwei Zentimeter dicke Nutzschicht ist oft eingefärbt, meist rotbraun bis hellgrau. Aus Verschleißgründen wurden die Böden später oft mit Polyvinylacetat-Beschichtungen versehen. Solche Aufbauten findet man in öffentlichen Gebäuden, Kasernen, Krankenhäusern, Büros.
EGefüge und Körnung: Das Gefüge ist relativ dicht. Körnung und Textur können sehr unterschiedlich ausfallen, viele Zuschlagstoffe werden beigegeben: Fluss-/Grubensand, Fluss-/Grubenkies, Brechsand, Splitt, Hochofenschlacke(-sand), Quarzsand/-mehl. Calciumsulfatfließestriche zeigen eine feinere Körnung.
EOberflächenbild: Da die Schwindneigung der Calciumsulfatestriche eher gering ist, sind Scheinfugen selbst auf großen Flächen kaum zu finden. Zudem wirken sie im Vergleich mit zementären Estrichen ausgesprochen glatt. Optisch lassen sich beide CA-Arten vor allem durch die rauere Oberflächenstruktur und die fehlenden Schwabbelspuren bei der konventionellen Variante voneinander unterscheiden.
ESaugfähigkeit: Konventionelle Calciumsulfatestriche sind in der Regel saugfähiger als Calciumsulfatfließestriche.
EBesonderheiten: Beide Estriche werden primär schwimmend eingebaut und eher selten auf Trennlage oder gar im Verbund eingesetzt.