Leitfaden Sanierung von Hohlstellen mittels invasiver Bohrlochinjektion In vier Schritten zum Erfolg

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    © Bilder: Weber
    Schritt 1: Ein Loch von nur 3,5 mm Durchmesser bohren.
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    Schritt 2: Den Klebstoff mit einer Indosierspritze eingespritzen.
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    Schritt 3: Klebstoff, der durch die Klickverbindung drückt, umgehend beseitigen.
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    Schritt 4: Nach der Abbindezeit das Loch mit Wachs verschließen.

In vier Schritten zum Erfolg

Wie man der Herausforderung, Hohlstellen zu reparieren, mit Hilfe einer invasiven Bohrlochinjektion begegnen kann, zeigt die Vorgehensweise von Manfred Weber. Dass eine Sanierung von Hohlstellen durch ein Aufbohren und Unterspritzen mit Klebstoff keine Ideallösung sein kann, ist dem Parkettexperten klar. Es hängt immer von der Menge der entstehenden Bohrlöcher ab, ob eine solche Maßnahme auch handwerklich zu vertreten ist.

Andererseits ist die Sanierung eine günstige Methode der Hohlstellenreparatur, mit der man dem Nutzer des Parketts im Einzelfall durchaus hilfreich zur Seite stehen kann, wenn er die Kosten und den Aufwand einer Aufnahme und Neuverlegung scheut.

Weber hat bereits in mehreren Fällen mithilfe der invasiven Bohrlochinjektion hohlklingende Stellen im Parkettboden festgesetzt und bietet die Möglichkeit der Reparatur auch offensiv beim Kunden an. Es gehört allerdings einiges an Know-how dazu, um ein akzeptables Ergebnis zu erzielen. Weber setzt bei der Reparatur einen Bohrer ein, der ein Bohrloch von lediglich 3,5 mm erzeugt. Damit ist gewährleistet, dass die Reparaturstellen weitestgehend in der Holzstruktur verschwinden. Als Klebstoff wird ein spezieller 1-K-PUR-Leim eingesetzt, der Wasser aus der Umgebungsfeuchte aufnimmt und auf diese Weise abbindet. Dieser mit Wasserzugabe auch noch dünnflüssiger einstellbare Klebstoff kann sich auf Teilflächen von bis zu 1,50 u 1,50 m innerhalb der Klebstoffriefen verteilen. Aus Ritzen und Löchern (Äste, Stöße) herausdrückender Klebstoff wird umgehend beseitigt. Nach Beendigung der Abbindezeit von bis zu zirka 90 Minuten werden die entstandenen Löcher mit einem farblich passenden Hartwachs wieder geschlossen.

Webers Fazit: Eine Maßnahme, die dem Kunden helfen kann und das Portfolio eines Handwerkbetriebes sinnvoll ergänzt. wp