Mein Standpunkt
Die Ankündigung von Weitzer-Chefin Mag. Angelika Wesonig, ab Jahresbeginn 2009 kein Exotenparkett mehr zu verkaufen, schlägt ein. Erstmals stellt ein großer Produzent seine Aktivitäten in diesem Segment ein und verzichtet ganz bewusst auf Umsatz.
Nun kann man diskutieren, ob es notwendig und sinnvoll ist, Holzarten aus fernen Ländern zu verwenden, die in technischer und optischer Hinsicht nicht eins zu eins zu kopieren sind. Worüber man aber nicht diskutieren sollte, ist die Erfüllung von Kundenwünschen. Sicherlich wird es den Großteil der Parkettkäufer nicht im Detail interessieren, woher der Rohstoff kommt und welche Nachteile die Gewinnung und Ernte mit sich bringen. Jene Käuferschicht aber, die aufgeklärt ist und über Pro und Kontra dieser Produkte genau informiert sein möchte, wächst Tag um Tag. Dass der österreichische Traditionshersteller Weitzer auf diese hochwertige und besonders kaufkräftige Kundengruppe setzt, ist nicht verwunderlich, sondern für die Zukunft sinnvoll.
In Zeiten von härter werdenden Märkten erscheint dies nur logisch und konsequent. Dass aber die Weitzer Führung diesen revolutionären Schnitt gemeinsam mit den anfänglich skeptischen Mitarbeitern jetzt als Erster umsetzt, verdient Respekt und Anerkennung.
Über den zu erwartenden Imageerfolg wird der Markt abstimmen. Man darf auf dessen Reaktion gespannt sein.