Grau in grau
EFarbe: Konventionelle Zementestriche zeichnet die zementgraue Farbe aus. In Regionen, in denen farbige Sande/Kiese zum Einsatz kommen, können Zementestriche verschiedene Grautöne zeigen.
EGefüge und Körnung werden durch Zuschlagstoffe bestimmt: Im Querschnitt der Proben sollte Estrichkies der Körnung null bis acht Millimeter sichtbar sein. Die Textur ist relativ gleichmäßig.
EFugenbild: Professionell eingebaute Zementestriche prägen Scheinfugen/Kellenschnitte – in der Regel in jeder Türöffnung, jeder Fläche mit mehr als sechs Meter Seitenlänge und bei jeder Estricheinschnürung. Dies gilt für Estriche
auf Trennlage oder schwimmender Lastverteilungsschicht.
EOberflächenbild: Oberflächen von Zementestrichen sind meist abgerieben oder geglättet. Da über Ober-/Unterseite Feuchtigkeit verschieden schnell abgegeben wird, können Estriche an den Rändern schüsseln. Laut Kommentar handelt es sich um unvermeidliche Nebeneffekte der Trocknung.
ESaugfähigkeit/Porosität: Konventionelle Zementestriche sind saugfähig/kaum porös. Bei Zuschlägen aus Hochofenschlacken kann die Oberfläche sehr porös sein. Alte Schlackeestriche der neuen Bundesländer/Leichtestriche haben eine Granulatstruktur und sind oft labil und wundgelaufen!
EBesonderheiten: Zementestriche mit Granit, Korund, Siliciumkarbid (Hartstoffestriche) bestehen aus der Hartstoffschicht oder der Übergangs- und Hartstoffschicht. Anhand Einstreuung und Erscheinungsbild ist ein Hartstoffestrich erkennbar. Zementfließestriche/Zementestriche mit Zusätzen (bei beschleunigten Systemen) lassen sich optisch kaum von anderen Zementestrichen unterscheiden.