Wärmeplomben
Wärmeplomben für Fußbodenheizungen schützen sowohl den Bodenleger als auch den Estrichleger vor unberechtigten Forderungen bei Schäden als Folge zu hoher Temperaturen. Das trifft besonders für elektrische Zusatzheizungen im Bereich vor Fensterfronten zu, die – weil von Hand regelbar – oft gefährlich hohe Temperaturen erreichen können. Wärmeplomben sind kleine Kunststoffplättchen, die mit verschiedenen hochkonzentrierten Reagenzien präpariert sind. Die hierzu verwendeten Stoffe reagieren unterschiedlich auf Wärmeeinwirkung mit einem Farbumschlag. Bei der Knopper-Sicherheitsplombe zum Beispiel erfolgt der Farbumschlag von Weiß auf Rot. Angezeigt werden die fünf Temperaturstufen: 32, 36, 40, 50 und 60 Grad Celsius. Für jeden Heizkreis ist eine Plombe vorzusehen, die auf das Klebstoffbett gelegt oder rückseitig an den Bodenbelag geklebt wird. Ihre genaue Position ist zu dokumentieren, damit man sie im Schadenfall sofort wiederfindet.
Schadenfälle durch erhöhte Temperatureinwirkung können sein: Verfärbung des Bodenbelages, Verwerfungen von holzbasierten Belägen, Ablösen von Belägen durch Beeinflussung von Vorstrichen, Spachtelmassen und/oder Klebstoffen, Rissebildung an Estrichen durch Spannungen usw. Anhand der Färbung der einzelnen Farbkreise der Sicherheitsplombe kann zuverlässig festgestellt werden, ob eine Überhitzung des Estrichs stattgefunden hat und – wenn ja – wie hoch die verursachenden Temperaturen waren. Die Farbumschläge sind irreversibel, das heißt, sie verschwinden oder ändern sich nicht.