Garant und WohnUnion Einkaufsverbände über dem Durchschnitt Rekordmarke angepeilt

Garant Möbel Austria und WohnUnion sind mit zirka 220 Mitgliedern die größten Einkaufsverbände für kleinere und mittlere Betriebe der österreichischen Einrichtungsbranche. - © Garant und WohnUnion

Rekordmarke angepeilt

Die gute Nachricht vorweg: Garant Möbel Austria und WohnUnion mit mehr als 220 Handelspartnern in sämtlichen Bundesländern verzeichneten nach eigenen Angaben das beste Jahr der Firmengeschichte. Ihre Umsatzzuwächse von knapp 13 Prozent lagen nach Unternehmensangaben weit über dem Durchschnitt des österreichischen Einrichtungshandels, der 2,5 Prozent erreichte. Allerdings gibt es auch einen Wermutstropfen. „Das 4. Quartal 2007 war rückläufig“, räumt Geschäftsführer Mag. Christian Wimmer ein. Steigende Energie- und Wohnkosten sowie Lebensmittelpreise hätten der Konjunktur einen Dämpfer versetzt und die Konsumenten/-innen verunsichert.

Trotzdem ist die Stimmung bei den Einkaufsverbänden gut. Die Umsatzerwartungen für dieses Jahr liegen bei moderaten Zuwachsraten von 2,0 bis 2,5 Prozent. Damit könnte die Rekordmarke von 400 Millionen Euro Außenumsatz erreicht werden.

Bedenklich erscheinen den kleinen und mittelständischen Einrichtungshändlern laut Wimmer die Insolvenzen und Krisen mancher Lieferantenpartner. „Die Probleme vieler Erzeuger beruhen darauf, dass sie auf das Mengenschäft setzen und sich zu stark von Großflächenanbietern abhängig machen“, analysiert Wimmer.

Es sei erfreulich, dass der Fortbestand der österreichischen Erzeuger Hasag und Pabneu gesichert scheine und diese nunmehr eine stärkere Ausrichtung auf den Fachhandel angekündigt hätten. Wie gut diese Partnerschaft funktionieren könne, zeige das Beispiel des Matratzenherstellers Optimo, der für Garant und WohnUnion ein eigenes Matratzensortiment entwickelt habe, das sich gut verkaufe. „Wir wollen in den kommenden Jahren zehn Prozent unserer Umsätze mit Eigenmarken erwirtschaften“, kündigt Wimmer an und ermutigt die heimische Industrie zu Initiativen: „Wir arbeiten mit etwa 300 österreichischen Erzeugerfirmen zusammen, 80 Prozent unseres Sortiments stammen aus heimischer Produktion.“-