Bundesweite Fortbildung der Berufsschullehrer für Parkett- und Bodenleger Zu Gast bei Knauf in Iphofen - Vom Bergbau bis zur Gipsplatte"> Bundesweite Fortbildung der Berufsschullehrer für Parkett- und Bodenleger Zu Gast bei Knauf in Iphofen Vom Bergbau bis zur Gipsplatte

Praktisches Wissen ist nicht nur für Azubis, sondern auch für ihre Lehrer wichtig. Bei der jährlichen Fortbildung für die Berufsschullehrer der Abteilungen Parkett- und Bodenleger aus ganz Deutschland drehte sich diesmal alles um Gips.

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    1  Andres Seifert demonstriert, wie sich CA-Estrich nach Feuchteaufnahme verhält.
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    2  Dominik Herfurth (links) erklärt den System­gedanken der Firma Knauf. Berufsschullehrer Germann Kirschbaum (rechts) beteiligt sich aktiv am Vortrag.
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    3  Bei Knauf-Riessler erfahren die Teilnehmer alles über Gipsfaserplatten und deren Veredelung.

Wie wird Gips gewonnen, verarbeitet und eingesetzt? Diese Fragen wurden bei der bundesweiten Fortbildung der Lehrer in Parkett- und Bodenlegerklassen 2014 diskutiert. Die Berufsschule Neustadt an der Aisch und die Firma Knauf aus Iphofen hatten vom 20. bis 22. November 2014 dazu eingeladen.

Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch Schulleiter Michael Görs gab es zunächst Informationen über die Verwendung von Gips, Gipsentstehung, Gipsnutzung, Fließestrich, Material und Verarbeitung von Andres Seifert von Knauf. Dabei diskutierte man über die Frage „Was passiert, wenn der Estrich (wieder) nass wird?“ und die Problematik des Verharzens von Rissen in Estrichen. Im zweiten Vortrag präsentierte Dominik Herfurth, Knauf, das Thema ATE Prüfstände und Systemtechnik. Er stellte Trockensysteme der Knauf Gips KG vor und informierte über Schallschutz, Akustik und Brand­schutz im Trockenbau und anwendungstypische Prüfungen.

So geht das mit der Qualitätssicherung

Ausgestattet mit Sicherheitswesten und Audio-Guides machten sich die Teilnehmer anschließend auf dem Weg zum FE Technikum, dem Ort für Qualitätssicherung von Knauf. Dort zeigte Bruno Thomann beispielhaft, wie Belastungsprüfungen durchgeführt werden. Weiter ging es in das Gipsplattenwerk am Standort Iphofen. Dort erfuhren die Lehrer, wie der Rohstoff nach dem Mischen über die lange Bandstraße zum Abpacken und Versenden der Gipsplatten verarbeitet wird. Hinterher ging es in das Knauf Museum Iphofen. In dem ursprünglich als Wirtshaus erbauten Gebäude, das 1967 durch Knauf erworben wurde, werden 200 Repliken aus der ganzen Welt und aus allen Kulturepochen gezeigt. Diese sind zumeist in Gips gefertigt und farblich so bemalt, dass ein Unterschied zum Original für Laien kaum festzustellen ist.

Wie aus dem Rohstoff der Estrich wird

Gips als Werkstoff für den Fußboden war der Schwerpunkt am zweiten Fortbildungstag. Zunächst ging es dafür unter Tage in die Anhydritgrube in Hüttenheim. Dort demonstrierte Franz-Peter Ruhl, wie die Arbeit im Bergwerk abläuft. Wieder zurück an der frischen Luft, ging es in das direkt angeschlossene Estrichwerk, in dem die Rohstoffe für den Calciumsulfatestrich gemischt und im Silo oder als Sackware versendet werden. Für einen Einblick in die Fertigung von Fertigteilestrichen ging es dann weiter nach Satteldorf zu Knauf Integral. Markus Schätzle erklärte dort den Produktionsablauf des Fertigteilestrichs. Michael Suthof gab dann im Gebäude der Anwendungstechnik einen Überblick über die Knauf Bodensysteme, die Flächenhohlböden und den neuen Bodenbelag One-pro sowie Einblicke in mögliche Fußbodenaufbauten.

Ein weiterer Höhepunkt war die Fahrt  nach Wolpertshausen zu Knauf Riessler. Hier findet die Gipsfaserplatten-Veredelung von Knauf statt. Knauf Riessler verarbeitet die verschiedenen Gipsfaserplatten zu Fertigprodukten für den Schallschutz und für Akustikbau.