Fachinfo
Obwohl die Gefahrstoffverordnung und die
TRGS 610 die Verwendung stark lösemittelhaltiger Klebstoffe aus Gründen des Arbeitsschutzes stark einschränkt, glauben viele Parkettleger, nicht ohne diese Art Klebstoff auszukommen und lehnen das Arbeiten mit den alternativen Dispersionsklebstoffen strikt ab. Allerdings ist das endgültige „Aus“ für Lösemittelklebstoffe absehbar – man wird sich umstellen müssen!
Zusammenfassend beschrieben werden Dispersionsklebstoffe im TKB-Merkblatt 1, Kleben von Parkett, März 2007. Nachfolgend die wichtigsten Kriterien:
Alle Dispersionsklebstoffe enthalten in gebrauchsfertigem Zustand als wesentliches Bindemittel einen in Wasser dispergierten Kunststoff. Das Abbinde- und Filmbildeverhalten hängt unter anderem von der Saugfähigkeit des Untergrundes, des Holzes und den klimatischen Bedingungen im Raum ab. Das Wasser aus Dispersionsklebstoffen bringt Parketthölzer/-elemente zum Quellen. Das Ausmaß der Quellung ist abhängig von der Parkett- bzw. Holzart, der Holzfeuchte, vom Wassergehalt und der Abbindecharakteristik des Klebstoffs, von der Saugfähigkeit des Untergrundes und von den klimatischen Bedingungen während und nach der Verlegung.
Dispersionsklebstoffe für Parkett setzen einen besonders ebenen Untergrund voraus und erfordern deshalb eine sorgfältige Untergrundvorbereitung. Speziell bei großformatigen Elementen kann ein gleichmäßiges Beschweren unmittelbar nach dem Verlegen erforderlich sein. Zu beachten ist darüber hinaus eine gewisse Empfindlichkeit der Dispersionsklebstoffe gegen mechanische Störungen in der Abbindephase.