Holzfußböden unterliegen natürlichen Verfärbungen. Daneben gibt es aber auch Arten von Verfärbungen, die durch äußere Einflüsse entstehen, wie Wasserflecken oder falsche Reinigung. Beni Lysser, Experte ISP, zeigt die verschiedenen Verfärbungsarten bei Parkettböden und wie sie behandelt werden können.

Beni Lysser, Experte der Interessensgemeinschaft der Schweizerischen Parkettindustrie und Mitglied von Swiss Experts, der schweizerischen Kammer technischer und wissenschaftlicher Gerichtsexperten, unterscheidet bei Parkettböden eine Reihe von verschiedenen Arten der Verfärbungen. Zu den natürlichen Verfärbungen, die laut Lysser als Echtheitszertifikat des Holzes zu bezeichnen sind, gehört das Aufhellen beziehungsweise das Nachdunklen nach Einstrahlung von Sonnenlicht.
Egal ob Buche, Esche, Ahorn oder Eiche – nahezu alle Hölzer verlieren mit der Zeit ihre ursprüngliche Farbe. Verantwortlich dafür ist der natürliche Abbau von Lignin, einem der Hauptinhaltsstoffe von Holz. Sie sind unter anderem dafür zuständig, das Eindringen von Wasser in die Zellwand zu verhindern und die Zellen vor UV-Licht zu schützen. Sind die Bäume jedoch erst einmal gefällt, kann das Holz kein Lignin mehr bilden.
Zu den natürlichen Verfärbungsarten bei Holzfußböden gehört auch das Vergilben, bei Parkett am augenfälligsten bei Ahorn und Esche zu beobachten. Besonderheiten zeigen sich ebenfalls bei der afrikanischen Holzart Doussie, die zunächst nachdunkelt, um dann nach einigen Jahren wieder heller zu werden beziehungsweise zu vergilben.
Verfärbungen sind bei unbehandeltem Parkett stärker
Naturbelassenes Parkett reagiert in der Regel schneller auf UV-Licht als behandeltes. Als grobe Faustregel gilt, dass helle Hölzer, wie Ahorn oder Buche, meist nachdunkeln, während dunkle Hölzer, wie Eiche oder Birne, eher heller werden. Die Verfärbungen können je nach Behandlung und Lichteinstrahlung jedoch sehr unterschiedlich ausfallen.