Schimmelbildung
Schimmelprobleme ergeben sich vorwiegend in gut abgedichteten Häusern. Deshalb ist macher Hausbesitzer unsicher, ob ein Außendämmung – eine weitere Abdichtung des Hauses – der richtige Weg ist, der Schimmelbildung vorzubeugen. Experten meinen hierzu: Wenn Häuser „atmen“, dann durch die Fenster und nicht durch die Wände. Im Haushalt verdunstet täglich ein Eimer Wasser. Nur ein Schnapsglas (!) davon geht durch die Wände, der Rest muss durch Lüften ins Freie befördert werden.
Sollte infolge der Außendämmung nur noch ein halbes Schnapsglas durch die Wände gehen, muss deswegen kaum mehr gelüftet werden. Die Außendämmung beugt vielmehr der Schimmelbildung vor, weil die Wandinnenseite ein paar Grad wärmer wird und sich so keine Luftfeuchtigkeit mehr niederschlägt, die die eigentliche Ursache für die Schimmelbildung ist. Auch Wärmebrücken unter Fenstern, die bisher besonders kalt und schimmelanfällig waren, werden beseitigt. In der Vergangenheit haben zugige Fenster teilweise die Aufgabe des Lüftens übernommen – wenn auch um den Preis unbehaglichen Raumklimas und hoher Heizkosten. Schimmelgefahr droht dann, wenn dichte Fenster eingebaut werden und die Bewohner nicht ausreichend lüften.
Am besten beobachtet man die Raumluftfeuchte mit einem Hygrometer und hält sie durch täglich mehrmaliges kurzes Stoßlüften unter 65 Prozent. Dies natürlich nur, wenn die Außenluft entsprechend trocken ist.