Oberflächenbehandlung von Parkett

Oberflächenbehandlung von Parkett

Schleifen und Behandeln der Oberfläche von verklebtem Parkett erfordern gewisse Abbinde- und Wartezeiten. Sie sind abhängig von der Art und Beschaffenheit des Untergrundes und von der Art des verwendeten Klebstoffes. Dieser muss hinreichend abgebunden und verfestigt sein, andererseits muss die ursprüngliche Holzfeuchte wieder sichergestellt werden. Durchweg ist es so, dass Parkett auf einem saugfähigen Untergrund ein bis zwei Tage früher geschliffen und behandelt werden kann, als auf einem nicht saugfähigen. Greifen wir die Dispersionsklebstoffe heraus: Hier ist bekannt, dass Wasser Parketthölzer/Parkettelemente zum Quellen bringt, wobei das Ausmaß der Quellung abhängig ist von der Holzart, der Holzfeuchte sowie vom Wassergehalt und der Abbindecharakteristik des Klebstoffes. Außerdem von der Saugfähigkeit des Untergrundes und von den klimatischen Bedingungen während und nach der Verlegung. So wird im TKB-Merkblatt 1/Stand März 2007 für Dispersionsklebstoffe eine Wartezeit von fünf bis zehn Tagen für notwendig angesehen, bis geschliffen und oberflächenbehandelt werden kann. Nicht saugfähige Untergründe werden für den Einsatz dieses Klebstoffes rundweg abgelehnt und als „nicht geeignet“ bezeichnet. Hier kann man sich helfen, indem man den Untergrund entsprechend spachtelt. In diesem Fall kommt – abhängig von der Art der Spachtelmasse und den klimatischen Bedingungen – eine weitere Wartezeit dazu. Zu früh belegte Parkettböden schließen außer dem Klebstoffwasser zusätzlich die Spachtelmassenfeuchte eine, womit Mängel nahezu vorprogrammiert sind.

Nimmt man an, dass alles fachgerecht ausgeführt wurde, ist auch nach der Oberflächenbehandlung so lange zu warten, bis diese absolut trocken ist und gefahrlos begangen werden kann. Handelt es sich um Parkett mit vom Hersteller behandelter Oberfläche, sollte die erste Nutzung nicht früher als 24 bis 48 Stunden nach der Klebung erfolgen.