Heizestriche

Heizestriche

Das Maßnahmeprotokoll für Heizestriche sollte Angaben über Auftraggeber, Objekt, zu belegende Räume, Etage, Art und mittlere Dicke des Heizestrichs enthalten. Wichtig ist, wann die Estricharbeiten beendet wurden und mit dem Aufheizen begonnen wurde.

eFunktionsheizen: Der Heizungsbauer testet Funktionsfähigkeit des Heizestrichs. Kaum Anmachwasser verdunstet. Es wird vom

1. bis 3. Tag auf 25°C geheizt, vom
4. bis 7. Tag auf 55°C bzw. die geplante Vorlauftemperatur geheizt.

eBelegreifheizen: Damit erreicht Bauherrn/Bauleiter Belegreife des Estrichs. Dabei wird am
1. Tag aufgeheizt auf 25 °C Vorlauftemperatur,
2. Tag aufgeheizt auf 35 °C Vorlauftemperatur,
3. Tag aufgeheizt auf 45 °C Vorlauftemperatur,
4. Tag aufgeheizt auf 55 °C Vorlauftemperatur, die bis inklusive 15. Tag gehalten wird.

Dann wird am
16. Tag abgesenkt auf 45 °C Vorlauftemperatur,
17. Tag abgesenkt auf 35 °C Vorlauftemperatur,
18. Tag abgesenkt auf 25 °C Vorlauftemperatur.
Am 19. Tag wird Restfeuchte gemessen: Belegreife bei gipsgebundenen Estrichen ist bei max. 1,8 CM-Prozent erreicht. Darüber muss mit Vorlauftemperatur 40 °C bis Belegreife geheizt werden. Kontrollen sind mit Folien vorzunehmen.

Während des Auf- und Abheizens ist in bestimmten Abständen kurz zu lüften, um feuchtigkeitsgesättigte Luft abzuführen. Die beheizte Fußbodenfläche sollte in Auf- und Abheizphasen frei bleiben. Die belegreife Fläche sollte bis sieben Tage nach letztem Abheiztag belegt werden, um zu verhindern, dass der Estrich erneut Feuchtigkeit aus der Luft aufnimmt.