Auf einen Blick Länderberichte Niedrigere Umlagen, neue Websites

Niedrigere Umlagen, neue Websites

Im Rahmen des Bundesberufsgruppenausschusses berichteten die Innungen der Bundesländer über die aktuelle Situation. Lesen Sie, was sie beschäftigt.


Wien: Heinz Hofer berichtete über die Meisterkurse, die zusammen 28 Teilnehmer hatten. Zehn Lehrlinge legten ihre Gesellenprüfung ab. Momentan machen 74 Lehrlinge ihre Ausbildung. Die Förderung von 400 Euro pro Lehrling und Jahr durch die Landesinnung stieß auf großes Interesse. Der Zusammenschluss mit dem Bauhilfsgewerbe senkte die Umlage für Mitglieder.


Tirol: KommR Sebastian Gitterle konnte 38 Lehrabschlussprüfungen nachweisen, einen Teil davon aus Vorarlberg und Südtirol. Davon bestanden haben 34 Lehrlinge. Trotz dieser Rekordanzahl war das Niveau erfreulich hoch. Die Werbung für weitere Lehrlinge will die Innung fortführen. Gitterle präsentierte außerdem ein Bodenbuch von Berufsschullehrer Christian Gebhart.


Steiermark: Sepp Eberhard erzählte von Betriebsbesuchen in der Oststeiermark. Dabei stellte sich heraus, dass bei Doppellehren Maler Bodenleger ausbilden, aber wegen des günstigeren Kollektivvertrags falsch anmelden. Zusätzlich zu verschiedenen Kursen führte man die Lehrlingswerbeaktion „Steig auf“ weiter. Die Innung stellt einer Berufsinformationsmesse in Graz eine lebende Werkstätte zur Verfügung. Eine Homepage ist in Vorbereitung. Es gibt derzeit rund 60 Lehrlinge in Ausbildung.


Niederösterreich: Hier gibt es 76 Lehrlinge. Im Jänner ist ein Meisterprüfungsvorbereitungskurs geplant.


Kärnten: Laut Stefan Rebernig gibt es Probleme mit den Nachsichten durch die Tischlerinnung für Parkettschleifer. Neben dem immer stärker werdenden „Subunternehmerunwesen“ finden viele kleine Betriebe keinen Nachfolger. Es gibt 14 Lehrlinge und wird zunehmend schwieriger, Betriebe zum Ausbilden zu motivieren.


Salzburg: Christian Reiböck berichtete über den Verlust von Hanspeter Lugstein. Die Lücke sei schwer zu füllen. In Ausbildung stehen 25 Lehrlinge. Diesen Stand will die Innung um zehn Jugendliche steigern. Die Zusammenarbeit mit dem Bauhilfsgewerbe läuft gut. Durch die Kooperation sind Kostenreduktionen entstanden, so dass man die Kammerumlage senken konnte.


Vorarlberg: Toni Spiegel dankte den Tirolern für den Ausbildungsverbund in der Berufsschule Innsbruck. Von den 32 Lehrlingen haben 16 dort ihre Gesellenprüfung abgelegt. Er sprach seinem Vorgänger Walter Eberle Dank für das gut bestellte Innungshaus aus, welches er mit neuer Homepage noch besser präsentieren will.


Oberösterreich: Josef Hofer brachte eine Betriebsbefragung mit. Das Ergebnis: Größere Betriebe interessieren sich weniger für die Innungsarbeit als die kleinen. In einer Strategieklausur erarbeitete man Ziele für die Funktionsperiode, wie Qualitätssteigerung und eine Ausbildungswerbeinitiative. Für die Nachsichtsprüfungen entwarf die Innung eine Komplettunterlage, die man den anderen Innungen gegen Entgelt zur Verfügung stellt. Es sind 45 Lehrlinge in Ausbildung.