Noch vor Jahren präsentierte sich der Duisburger Hafen als Schmuddelkulisse für Tatort-Drehs. Heute ist der Innenhafen ein trendiger Szenetreff und ein sehr begehrter Bürostandort im Ruhrgebiet.
Historischer Speicher jetzt trendig
Der Duisburger Innenhafen ist ein quirliger Anziehungspunkt, an dem Arbeiten, Wohnen, Kultur und Freizeit eine kraftvolle Symbiose eingehen. Dahinter steht ein Stadtentwicklungskonzept, welches in Zusammenarbeit mit dem Stararchitekten Lord Norman Foster konzipiert wurde. In direkter Wasserlage, steht die alte „Faktorei 21“. Ein geschichtsträchtiger Hafenspeicher in typischer Backsteinoptik. Aufgrund eines Mieterwechsels sollten jetzt Büroflächen mit rund 1.100 Quadratmeter auf zwei Etagen neu gestaltet werden. Dabei ging es auch um die Verlegung eines Designbodenbelags. Zunächst wurde der festsitzende Altbelag aufgenommen und verbliebene Klebstoffreste entfernt. Darunter zeigten sich zwei unterschiedliche Untergründe: Ein Zementestrich mit angrenzenden Blechabdeckungen zum Schutz der bodenseitig integrierten Versorgungsschächte. Nicht unproblematisch, denn unter Belastung erwiesen sich gerade diese Blechabdeckungen als verformungskritisch. Es bestand die Gefahr von Einbrüchen in der aufzubringenden Ausgleichsmasse. Nach eingehender Prüfung entschieden sich die erfahrenen Bodenleger von Peters Fußbodentechnik aus Viersen für die faserarmierte Spachtelmasse Ardex K 22F. Diese schnell zu verarbeitende Calciumsulfat-Bodenspachtelmasse wurde für solche problematische Altuntergründe entwickelt. Durch ihre Kunstharzvergütung und den integrierten Hochleistungsfasern bietet sie auf verformungskritischen Untergründen Sicherheit. Im zweiten Schritt erfolgte die Ausgleichsspachtelung der zementären Estrichflächen mit Ardex K 11. Als Bodenbelag waren Designplanken von Project Floor im Format 100 Zentimeter mal zehn Zentimeter vorgesehen. Diese mehrschichtigen PVC-Beläge in dunkler Holzoptik wurden im Nassklebeverfahren verlegt. Entscheidend dabei war der richtige Einlegezeitpunkt. Zu früh eingelegt führt dies zum „Surfbretteffekt“ und zu spät mangelt es an einer ausreichenden Haftung. Bauleiter Dirk Sandkaulen entschied sich für den Einseitklebstoff Ardex Premium E 2150. Immer einzelne Teilflächen wurden mit dem Kleber eingestrichen und die Planken unter Berücksichtigung der Ablüftzeit zügig in den noch nassen Klebstoff eingelegt und mit leichtem Druck gegeneinandergestoßen. Im Anschluss wurden die Flächen mit der Gliederwalze gleichmäßig angewalzt.-