Holcim und Lafarge Zusammenschluss unter Gleichen

LafargeHolcim soll es heißen, das neue Unternehmen mit europäischen Wurzeln. Sein Ziel ist es, der fortschrittlichste Konzern der Baustoffbranche zu werden. Es besteht aus Holcim, Anbieter von Zement und Zuschlagstoffen, und Lafarge, Hersteller von Baustoffen.

Die Verwaltungsräte beider Unternehmen sollen von den Vorteilen des „merger of equals“ (Zusammenschluss unter Gleichen) überzeugt sein und diesem einstimmig zugestimmt haben. Und auch die Kernaktionäre haben ihre volle Unterstützung zugesichert.

Lösungen für die Urbanisierung

LafargeHolcim soll dazu beitragen, Lösungen für die großen Herausforderungen der Urbanisierung bereitzustellen: erschwingliches Wohnen, Zersiedelung und Verkehr. Das Angebot des Konzerns soll sich dank Innovationskraft, Forschung, Entwicklung und mit einem konsolidierten Portfolio von Lösungen und Produkten vergrößern.

Mit dem Zusammenschluss soll LafargeHolcim eine stärkere Präsenz in der weltweiten Baustoffindustrie erhalten. Der gemeinsame Pro-forma-Umsatz von Lafarge und Holcim beträgt rund 32 Milliarden Euro, der EBITDA rund 6,5 Milliarden.

Es soll eine klar definierte Governance mit einem ausgeglichen besetzten Verwaltungsrat geben (sieben Verwaltungsräte von Lafarge, sieben von Holcim). Verwaltungsratspräsident sei dann Wolfgang Reitzle, Bruno Lafont werde CEO und nehme im Verwaltungsrat Einsitz.

Aussicht: Präsenz in 90 Ländern

Nach einer strategischen Optimierung des Portfolios durch einen aktiven Veräußerungsprozess in Antizipation regulatorischer Auflagen würde LafargeHolcim über eine sich ergänzende Präsenz verfügen. Die gemeinsamen Aktivitäten würden damit Produktionsstandorte in 90 Ländern auf sechs Kontinenten umfassen.

2015 ist es so weit

Die Transaktion ist als öffentliches Tauschangebot mit Holcim als Anbieter strukturiert. Das Umtauschverhältnis beträgt eine Holcim-Aktie für eine Lafarge-Aktie. Der Vollzug der Transaktion ist im ersten Halbjahr 2015 vorgesehen.