Wirtschaftsbau hui, Wohnungsbau pfui
Das Bauhauptgewerbe meldet für das erste Halbjahr im Vorjahresvergleich ein Umsatzplus von sieben Prozent. An der Rollenverteilung der einzelnen Segmente im Hochbau ändert sich dabei nichts: Während der Wirtschaftsbau das Rennpferd gibt, ähnelt der Wohnungsbau weiter einem lahmen Gaul.
Informationsdienstleister BauInfoConsult beziffert den baugewerblichen Umsatz im angesprochenen Zeitraum mit 36 Milliarden Euro, was einem Wachstum von 7,3 Prozent entspricht. Grund dafür waren vor allem höhere Einkaufspreise, die an die Kunden weitergegeben wurden.
Trend hält an
Der gewerbliche Nichtwohnungs-/Tiefbau schnitt mit 14,5 Milliarden Euro um fast zwölf Prozent, der öffentliche Bau mit gut 10,5 Milliarden Euro um 9,5 Prozent besser ab als im ersten Halbjahr des Vorjahrs. Dagegen ging der Wohnungsbau nach einem schlechten zweiten Quartal mit einem Halbjahresergebnis von elf Miiliarden Euro zurück.
Der Hauptverband der deutschen Bauindustrie sagt bereits voraus, dass dieser Negativtrend, aber auch das Wachtum im Wirtschaftsbau und öffentlichen Bau eine Fortsetzung finden.