Gepresstes Bambusparkett besteht aus sogenannten Bambusfasern. Aber wie wird es angefertigt?
Häufig werden untermaßige Restmaterialien aus der Lamellenfertigung des traditionellen Bambusparketts für die Produktions von gepresstem Bambusparkett eingesetzt. In speziellen Schreddern werden sie zu feinen bis groben Spänen aufgetrennt, wobei die extrem dichten Nodien häufig nicht zerstört werden können und für erhebliche Dichteunterschiede im Material sorgen. Die mit einander verbundenen, zerkleinerten Fasern, die je nach gewünschtem Farbton in unterschiedlicher Intensität gedämpft und vorgetrocknet wurden, erhalten anschließend in einem Leimbad eine „Rundumbeleimung“.
Die Presslinge werden in vorgegebene Dimensionen aufgetrennt und anschließend in mehreren Arbeitsgängen unter extrem hohen Druck in Metallquadern verpresst und nochmals getrocknet. Der Leimanteil beträgt bis zu zehn Prozent. Folge dieses vergleichsweise hohen Leimanteils ist, dass eine elektrische Feuchtigkeitsprüfung von gepresstem Bambus nicht möglich ist. Die Feuchtebestimmung ist daher über die Darrprobe vorzunehmen.