Fachinfo Was versteht man unter Splintholz?

Trockenes Splintholz wird im Bodenbereich eingesetzt, um lebhafte Kontraste zu erzielen. Was es sonst noch für Besonderheiten hat, lesen Sie hier.

Splintholz
Trockenes Splintholz wird insbesondere wegen der optischen Kontraste für lebhaftere Sortierungen im Fußbodenbereich mitverwendet. - © bwd

Unter Splintholz versteht man die vom Kambium des Baumes in jedem Jahr wieder neu ausgebildeten äußeren Schichten eines Baumstammes, die darin den Saft der Pflanzen, das heißt Wasser, Mineralien und Nährstoffe, in ver­tikaler Richtung vom Boden in die Krone transportieren. Im Laufe der Zeit ­wandelt sich das zumeist feuchtere Splintholz in robusteres Kernholz um. Der Splint ist oftmals hell von farbkernigen Hölzern abgesetzt, kann aber auch dunkler erscheinen oder sich optisch gar nicht vom Kernholz unterscheiden.
Splintholz ist im Allgemeinen anfällig für Insektenbefall, denn es fehlen die ­natürlichen, dauerhaften Inhaltsstoffe des Kernholzes. Da die Gerüstsubstanzen des Splintholzes beim Splint ähnlich wie beim Kernholz sind, sind die Festigkeitsunterschiede in der Regel nicht nennenswert. Das Verhältnis von Splintholz und Kernholz bleibt innerhalb eines Baumes über sein Alter in etwa gleich, von Holzart zu Holzart kann es allerdings erheblich variieren.


Da trockenes Splintholz im Fußbodenbereich technisch nicht zwangsläufig minderwertiger ist, wird es insbesondere wegen der optischen Kontraste für lebhaftere Sortierungen mitverwendet. Die frühere Eichensortierung – gestreift – lebte von den charakteristischen Hell-Dunkel-Unterschieden zwischen Kern- und Splintholz.