Den Begriff Plakatbildung nutzt man insbesondere bei der Beurteilung von Mosaik- oder Hochkantlamellenparkett.
Plakatbildungen treten aber auch bei anderen Parkettarten auf. Bei hellen Holzarten, wie der ungedämpften Buche oder Ahorn, sind sie im Zuge der Verlegung nur bei entsprechender Sorgfalt zu erkennen. Sie bezeichnen inselartige, farblich abgesetzte Zonen innerhalb der Fläche eines Parkett- oder Holzfußfußbodens.
Sie treten zumeist bei preisgünstigeren Produkten auf. So sammeln beispielsweise Hersteller anfallende Stäbchen aus der Mosaikfertigung, die für diese Produktgattung innerhalb der gängigen Klassifizierungen oder aus technischen Gründen nicht genutzt werden können, und verpacken sie als Hochkantlamelle (früher Industrieparkett), ohne sie weiter farblich zu sortieren oder zu mischen.
Plakatartige Farbabweichungen
Bei derartigen Produkten ist es – immer abhängig vom Anwendungsbereich – unüblich, vor der Verlegung eine weitere Durchmischung der zur Verlegung anstehenden Paketinhalte vorzunehmen. Folge dieser Vorgehensweise sind bestimmte mehr oder weniger zufällige Anhäufungen von farblich differenzierten - das heißt helleren und dunkleren - Paketinhalten, die dann am fertigen Boden als plakatartige Farbabweichungen von Teilflächen offensichtlich werden. Transparente Oberflächenbehandlungen betonen diese Erscheinungsbilder in der Regel. Ob diese zu akzeptieren sind, hängt in erster Linie vom vereinbarten optischen Anspruch ab, der wiederum im gewerblichen anders ist als im Wohnbereich. Plakatbildungen werden im Laufe der Zeit zunehmend weniger auffällig.