Dieses Mal klären wir in unserer Fachinfo, was man unter der Dimensionsstabilisierung von Holz versteht.

Holz arbeitet, das heißt, es ändert bei Feuchteeinflüssen seine Dimensionen sowohl in der Länge, in der Breite und auch in der Dicke. Diese Größen ändern sich in jeweils unterschiedlichem Ausmaß.
Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, dieses natürliche Verhalten zu beeinflussen. Man kann die Verfahren in chemische, physikalische und mechanische Verfahren unterteilen.
Ein mechanisches Verfahren wäre zum Beispiel das Absperren beim Mehrschichtparkett.
Durch den kreuzweise verleimten Aufbau dreilagigen Parketts wird wegen des unterschiedlichen Arbeitens in Längs- und Querrichtung eine Dimensionsstabilisierung erreicht. Die kann man auch physikalisch erzeugen, indem man Holz einem zeitintensiven Feuchte-Wärme-Druckverfahren unterzieht, wodurch die Hygroskopizität der für dieses Verfahren geeigneten Hölzer abnimmt.
Weiterhin gibt es chemische Methoden der Dimensionsstabilisierung. Sie beruhen in der Regel darauf, die im Holz vorhandenen OH-Gruppen, die für die Feuchteaufnahme entscheidend sind, zu verändern oder zu blockieren.
Es gibt aber auch thermische Verfahren der Dimensionsstabilisierung, wobei beim Erreichen bestimmter Temperaturwerte Veränderungen in der Holzsubstanz auftreten. Diese können das Quellen und Schwinden letztendlich auch verringern.