In dieser Wocher erfahren Sie in der bwd-Fachinfo was genau man unter der Darrmethode bei Holz versteht.
Die Darrmethode ist eine gängige Holzfeuchteprüfung, die ein sehr aussagekräftiges Ergebnis liefert und in vielen Fällen herangezogen wird, wo andere Verfahren der Holzfeuchtemessung versagen. Sie kann deshalb durchaus als das Standardverfahren bezeichnet werden.
Für die Darrmethode ist ein Wärmeschrank, ein sogenannter Darrofen erforderlich, mit dem sich die Temperaturen, die üblicherweise bei 103 +/- 2° C liegen, einstellen lassen. Weiterhin ist eine Waage nötig, um das Gewicht der Holzprobe exakt zu bestimmen. Bei der Prüfung wiegt man die Probe unmittelbar nach der Entnahme aus dem Wärmeschrank und trocknet sie bis zum Erreichen der Gewichtskonstanz herunter. Die Probe wird dann gekühlt und nochmals gemessen. Aus dem Gewichtsverlust kann man mit einer einfachen Formel die Holzfeuchte bestimmen. Die Prüfung ist nicht für jedes Holz auf die gleiche Weise und unter den gleichen Bedingungen anwendbar, denn flüchtige Bestandteile mit Siedepunkten unter denen des Wassers nehmen bei der Prüfung Einfluss auf das Ergebnis. Nachteilig ist zudem, dass sie nicht direkt im Objekt durchführbar ist, sondern in der Werkstatt bzw. dem Labor des Prüfenden erfolgt.
