W. & L. Jordan: Neuer Firmenstandort in Kassel-Niederzwehren

Jörg Ludwig Jordan hat am 22. August 2018 den Kaufvertrag für das Grundstück im Gewerbepark Kassel-Niederzwehren ("Langes Feld") unterschrieben. Nach einem halben Jahrhundert Jordan'scher Aktivität auf den Arealen Glockenbruchweg und Eugen-Richter-Straße ziehen Mitarbeiter und Produkte Ende 2019 in den Süden Niederzwehrens.

Joka-Handshake
Der Handshake nach der Unterzeichnung des Kaufvertrags für das neue Firmengrundstück (v.li.): Kasseler Oberbürgermeister Christian Geselle, geschäftsführender Gesellschafter Jörg Ludwig Jordan und Christian Wedler, Geschäftsführer der GWH Bauprojekte GmbH. - © W. & L. Jordan GmbH

Jörg L. Jordan, der das Unternehmen seit 30 Jahren in dritter Generation führt, betrachtet den Umzug mit einem lachenden und einem weinenden Auge. "Natürlich sind wir sehr froh über den Neuerwerb und die Chancen und weiteren Entwicklungsmöglichkeiten, die dieser Standort für uns mit sich bringt. Aber der Umzug ist auch mit etwas Wehmut verbunden. Immerhin saßen wir über 50 Jahre am Glockenbruchweg." Das Gebäude, das 1968 durch seinen Vater Horst-Dieter Jordan errichtet wurde, bleibt im Firmenbesitz. Ein Großteil der Lagerhallen soll an die GWH Wohnungsgesellschaft Hessen mbH gehen. Die GWH plant, auf den Grundstücken attraktive Reihenhäuser und mehrgeschossige Wohngebäude zu errichten.

Im neuen Gewerbepark Kassel-Niederzwehren entstehen auf einer Fläche von rund 35.000 Quadratmetern vier miteinander verbundene Lager- und Produktionshallen, Büros mit Sozialräumen und Kantine sowie die regionale Niederlassung für das bodenlegende Handwerk einschließlich Showroom. In den Büros werden Produktmanagement und -marketing, Unternehmenskommunikation, Online-Marketing und E-Business sowie das Team der Joka-Kundenkooperation künftig unter einem Dach arbeiten. "Dies wird die Kommunikation noch weiter verbessern und die Abläufe effizienter gestalten", sagt der kaufmännische Geschäftsführer Thomas Peter. Auch von der direkten Nähe der Niederlassung mit täglichem Kundenverkehr zu den Produktmanagement- und Marketingabteilungen versprechen sich alle Beteiligten eine noch bessere Berücksichtigung der Kundenwünsche. In dem ebenfalls integrierten Joka-Kreativhaus sollen Kundengespräche und -beratungen sowie Seminare mit den Joka-Fachberatern aus ganz Deutschland geführt werden

Verbesserte Verkehrsanbindung

Die kompakte Zusammenführung aller Bereiche Bodenbeläge soll laut Unternehmen optimierte Abläufe und besseres Qualitätsmanagement sowie einen größeren Servicegrad für die Kunden im gesamten mitteleuropäischen Absatzgebiet der Jordan-Gruppe bieten. Die rund 18.000 Quadratmeter Lagerfläche beinhalten unter anderem moderne Maschinen für den kundenindividuellen Zuschnitt von textilen und elastischen Bodenbelägen und die teilautomatisierte Kommissionierung und Verpackung verschiedener Sortimente, ebenso 20 Hallentore für den täglichen Warenausgang, über 13.000 Palettenstellplätze und 12.000 Quadratmeter Regalfläche für textile und elastische Bodenbeläge. Die direkte Anbindung an die A44 und A49 ermöglichen verbesserte Abhol- und Anlieferungsbedingungen.

Der Jordan-Traditionsstandort für den Geschäftsbereich Holzhandel in Niederzwehren, nahe der Frankfurter Straße, bleibt bestehen. Erst in diesem Jahr wurde er um eine weitere große Lagerhalle sowie ein Plattenverarbeitungszentrum erweitert. Auch die Ausstellung für das gesamte Jordan-Sortiment, der „Joka CityStore“, bleibt am alten Standort erhalten und wird bis zum 100- jährigen Firmenjubiläum 2019 komplett neu gestaltet. Die Verwaltungsgebäude in der Horst-Dieter-Jordan-Straße werden weiterhin von der Geschäftsleitung und den Zentralen Diensten genutzt.