vdp: Parkettindustrie legt trotz Preisdruck zu

Die deutschen Parketthersteller melden für 2025 steigende Absatz- und Umsatzzahlen. Trotz höherer Mengen bleibt die Branche jedoch unter erheblichem Preisdruck.

Verband der Deutschen Parkettindustrie vdp Parkettleger
Michael Schmid, vdp-Vorsitzender. - © vdp

Laut einer Mitgliederumfrage des Verbands der Deutschen Parkettindustrie (vdp) stieg der Umsatz der deutschen Parketthersteller 2025 um 7,5 Prozent auf 183 Millionen Euro. Die abgesetzte Menge legte mit rund 10 Prozent deutlich stärker zu und erreichte 5,2 Millionen Quadratmeter.

  • Das stärkste Wachstum verzeichnete Dreischicht-Parkett: Der Absatz kletterte um fast 22 Prozent auf 3,1 Millionen Quadratmeter.
  • Zweischicht-Parkett stagnierte mit einem leichten Plus von 0,4 Prozent bei 1,3 Millionen Quadratmetern.
  • Massivparkett legte um knapp 5 Prozent auf 300.000 Quadratmeter zu.
  • Mosaikparkett hingegen setzte seinen Abwärtstrend fort und fiel erneut um fast 17 Prozent auf nur noch 500.000 Quadratmeter.

vdp-Vorsitzender Michael Schmid spricht von „erfreulichen Absatzentwicklungen“, betont jedoch den massiven Preisdruck. Die Mengen wuchsen deutlich stärker als der Umsatz – ein Hinweis auf sinkende Preise. Besonders sichtbar werde dies bei der dreischichtigen Landhausdiele: plus 27 Prozent im Absatz, aber nur plus 17 Prozent beim Umsatz.

Schmid verweist zudem auf steigende Kosten für Energie, Löhne und Holz sowie auf die unsichere Wirkung der China-Zölle. Den Rückgang beim Mosaikparkett erklärt er mit dem Fachkräftemangel im Handwerk. Oberflächenfertige Produkte seien für viele Parkettleger schneller zu verarbeiten. Massivparkett hingegen behauptet sich trotz geringer Mengen dank einer treuen Käuferschaft.