Von der guten konjunkturellen Lage in Deutschland profitieren weiterhin die Raumausstatter im Land. Das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage des Zentralverbandes Raum und Ausstattung (ZVR) bestätigt die positive Grundstimmung der vergangenen zwei Jahre. Die Frage nach der Umsatzentwicklung in den letzten zwölf Monaten ergab ein Plus von rund 2,8 %.
Bemerkenswert ist laut Verband die Entwicklung, dass der Handwerksbereich einen immer größer werdenden Anteil am Gesamtgeschäft einnimmt. Die Umsätze in diesem Bereich sind wie in den vergangenen Jahren wieder stark gestiegen (51 %). Negativ fällt auf, dass Preissteigerungen nicht von allen Betrieben an die Kunden weitergegeben werden können. So berichten fast 85% von gestiegenen Einkaufspreisen. Diese können jedoch nur knapp 46% der Betriebe in Form von gestiegenen Angebotspreisen an den Kunden weitergeben.
Einzelkämpfer werden weniger
Weiterhin ist eine Änderung der Betriebsstruktur zu verzeichnen. Die Zahl der "Ein-Mann-Betriebe" geht stetig zurück. Lediglich 7% geben dies als ihre Betriebsgröße an. Ebenso geht die Anzahl der Betriebe von bis zu drei Mitarbeitern zurück (30%). Die größte Gruppe wird von den Betrieben mit bis zu sieben Mitarbeitern (37%) gestellt. Damit korrespondiert die Entwicklung bei den Umsätzen; die stiegen entsprechend den größer gewordenen Betrieben. Eine marginale Eintrübung gab es bei der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage. Beurteilten im Vorjahr noch knapp 95% die Lage als zufriedenstellend oder gut, sind es im diesen Jahr nur noch rund 93%.
Bodenlegen folgt der Dekoration
Die Umsatzverteilung auf die Arbeitsfelder des Raumausstatters hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur leicht verändert. Stärkster Umsatzbringer ist weiterhin der Bereich Dekoration/Gardine. Auf dieses Arbeitsfeld fallen zirka 27% des Umsatzes. Der Arbeitsbereich Sonnenschutz machte fast 18% des Umsatzes aus, Bodenlegen erzielte einen Umsatzanteil von etwas mehr als 23%, das Polstern einen Anteil von gut 22%. Der Arbeitsbereich Wand/Decke wird nur von 29% der Betriebe angeboten und macht dementsprechend nur einen Umsatzanteil von gut 5% aus.