Schweiz: Starker Preisanstieg bei Bodenbelägen

Im Jahr 2022 kamen die Hersteller von Bodenbelägen am Schweizer Markt mit einem „Blauen Auge“ davon. Die Erlöse stagnierten nur wegen explodierender Verkaufspreise, wie aktuelle Daten aus zwei Marktstudien des Marktforschungsinstituts Branchenradar.com Marktanalyse zeigen.

Marktentwicklung Bodenbeläge und Parkett Schweiz.
Marktentwicklung Bodenbeläge und Parkett total in der Schweiz. - © Branchenradar.com Marktanalyse

Im vergangenen Jahr waren die Herausforderungen für Hersteller von Parkett, Laminat und elastischen Bodenbelägen am Schweizer Markt groß. Zwar stagnierten, laut aktuellem Branchenradar Bodenbeläge und Parkett in der Schweiz, die Herstellererlöse im Jahr 2022 mit rund 265 Millionen Schweizer Franken auf Vorjahresniveau. Davon entfielen auf Parkett 171 Millionen, auf Laminat 38 Millionen und auf elastische Bodenbeläge 55 Millionen Schweizer Franken.

Sinkende Nachfrage in allen Warengruppen

Die Seitwärtsbewegung gelang jedoch nur, weil die Verkaufspreise massiv angehoben wurden. Die Nachfrage sank in allen Warengruppen rasant. Im Vergleich zum Jahr davor reduzierte sich die verkaufte Parkettfläche um elf Prozent, Laminat lag um fünf Prozent und elastische Bodenbeläge um acht Prozent im Minus.

„Für den Absatzrückgang war im Wesentlichen ein desaströs schlechtes Renovierungsgeschäft verantwortlich“, so Studienautor Dominique Otto. Vor allem private Haushalte schraubten die einschlägigen Investitionen massiv zurück. Am Parkettmarkt traf es alle Produktsegmente gleichermaßen, insbesondere aber Zweischichtparkett (-14,7% geg. VJ). Bei elastischen Bodenbelägen sank der Absatz im Jahresvergleich von Cushioned Vinyls und Homogenen PVC/Vinyls um mehr als zwölf Prozent. Lediglich bei Linoleum gab es ein moderates Plus von knapp drei Prozent gegenüber Vorjahr.